14.02.2022 | Brauen lernen

Deswegen musst du Hobbybrauer werden

Hobbybrauen… was ist die Faszination hinter diesem Hobby? Was begeistert dich daran so sehr?

Diese und weitere Fragen wurden mir bereits während meines ersten Jahres gestellt. Im Folgenden erkläre ich euch meine Motivation für dieses Hobby und denke, dass ich damit auch für einen Großteil der Community sprechen werde.

Heimbrauen ist so vielseitig wie kein anderes Hobby

Es gibt viel Gründe mit dem Heimbrauen anzufangen. Das Hobby ist so vielseitig, dass du dich jeden Tag damit beschäftigen kannst und trotzdem immer etwas anderes machst. Hier nur mal ein paar Beispiele:

Du siehst, es kommt schon einiges zusammen und es gibt noch viel mehr…

Ich gehe übrigens auch sehr gerne Bogenschießen. Das Hobby macht mir auch sehr viel Spaß, aber im Vergleich zum Heimbrauen, ist das schon fast eintönig. Was nicht schlimm und perfekt zum Abschalten ist.

Begeisterung und Motivation

Die Vielseitigkeit beim Hobbybrauen ist eine Sache die mich motiviert. Außerdem lassen folgende 3 Eigenschaften des Hobbys mir mein Herz höher schlagen: Die Kreativität, der Forschergeist und das Arbeiten mit natürlichen Rohstoffen.

Kreativität

Bierbrauen ist Kunst, wie das Malen eines Gemäldes oder das Komponieren eines neuen Musikstücks.

Der Brauprozess ist so vielseitig und es kommt dabei auf jedes Detail an. Kleinste Abweichungen vom Rezept, z.B. spätere oder andere Hopfengaben, andere Malz-Zusammensetzungen oder eine andere Hefe, lassen ein ganz anderes Bier entstehen.

Selbst wenn das selbe Rezept noch einmal gebraut wird, kann es gut sein, dass es bei einer Wiederholung anders schmeckt, da irgendeine dieser vielen Stellschrauben sich nur leicht verändert hat.

Große industrielle Brauereien entgegnen dem, indem sie verschiedene Bier-Resultate miteinander mischen, bis die gewohnte Qualität erreicht wurde. Mir als Hobbybrauer ermöglicht dieses hochkomplizierte Brauverfahren unendlich viele Möglichkeiten, meiner Kreativität freien Lauf zu lassen.

Anstelle eines eigenen Romans, setze ich mich abends an den Tisch und kreiere ein neues Rezept. Durch die vielen Stellschrauben kann ich mein eigenes Bier genau auf meinen Wunsch hin verändern, bis ich etwas Neues und Einzigartiges geschaffen habe.

Bierbrauen wird nicht grundlos als die schwierigste Disziplin der Getränke-Zubereitung angesehen.

Forschung

Die schon beschriebene Kreativität lässt natürlich auch viel Unerforschtes zu.

Das Bierbrauen ist zwar schon viele hunderte Jahre alt und hat sich nur wenig verändert, trotzdem sind immer noch viele neue Rezepte möglich.

Das ist gut an der neu entfachten Craft Bier Szene erkennbar. Neue Hopfensorten und die Verwendung von speziellen Zutaten oder neuen Braugeräten, erlauben ganz neue Rezepturen. Selbst wenn der Brauer ein bekanntes Rezept nimmt und leicht verändert, kann er ganz neue Pfade gehen.

Es begeistert mich sehr, dass ich hier so viele Möglichkeiten habe und vollkommen neue Wege gehen kann.

Naturnahe Erzeugung

Ähnlich wie der Koch, beschäftigt sich ein Brauer mit natürlichen Rohstoffen. Ich nehme somit Ressourcen der Natur und erzeuge daraus ein Bier.

Theoretisch könnte der Brauer seine Gerste selber anbauen und mälzen, das Wasser aus dem Brunnen nehmen, eigenen Hopfen anbauen, den Sud über einem eigenen Lagerfeuer brauen und die Würze in freier Natur vergären lassen. Das ist natürlich nicht optimal und ich kenne niemanden, der das so macht.

Kurzum: Die Begeisterung für mich ist das Gefühl, dass ich mich mit den ursprünglichsten Ressourcen einer Wertschöpfungskette auseinander setzen muss, um am Ende ein fertiges Produkt zu erschaffen.

 

Interesse am Hobby?

Falls du das ähnlich siehst wie ich und noch keine Erfahrung gesammelt hast, dann schnuppere doch einfach mal in das Hobby rein. Du wirst dann schnell für dich herausfinden, ob es etwas langfristiges werden kann.

Viel Erfolg!


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