Für den Einstieg ins Hobbybrauen benötigst du kein teures Brauequipment. Eine einfache Ausrüstung zum Bier brauen reicht aus. So sparst du Geld und kannst die Anlage später trotzdem flexibel erweitern.
Was braucht man zum Bierbrauen?
Bevor du dich mit der Ausrüstung beschäftigen solltest, frage dich erst mal: Was genau möchte ich eigentlich? Ich habe das Konzept der vier W-Fragen entwickelt und in einem separaten Beitrag zum Thema Brauanlage für Anfänger: Was du wirklich brauchst (und was nicht) detaillierter ausgeführt.
Neben einer guten Anleitung zum Bier selber brauen und den Rohstoffen, ist das Herzstück eines jeden Hobbybrauers seine Brauausrüstung.
Für deine erste Bier brauen Ausrüstung gibt es verschiedene Varianten. Einmal ganz klassisch die Methode mit einem Läutereimer und besonders zeiteffizient und einfach die Variante mit Brew in a Bag.
Einfache Ausrüstung (Sack)
- Einkocher (*)
- Gäreimer (*)
- Einen Filter (*) für den Trub
- Brew Bag (*) (Maischesack)
- Brauzubehör
Klassische Ausrüstung (Läutern)
- Einkocher (*)
- Gär- und Läutereimer (*)
- Einen Filter (*) für den Trub
- Läutervorrichtung (*)
- Brauzubehör
Günstiger kannst du nicht in das Hobby einsteigen. Für etwas mehr Geld gibt es bereits gute Brauautomaten, mit denen du aber nicht so flexibel bist, wie mit dieser hier besprochenen Ausrüstung.
Die günstigste Bier brauen Ausrüstung für Einsteiger
Dieser vollständige Guide für 20 Liter selbstgebrautes Bier, geht auf folgendes Brauequipment ein: Grundlage sind ein Einkochkessel, Gäreimer, Läuterblech oder Läuterhexe und eine Grundausstattung für das allgemeine Brauzubehör.
| Einsatzort | Hinweis | Kaufen | |
|---|---|---|---|
Einkocher (analog) | Maischen & Kochen | Es gibt einiges zu beachten! | Klarstein Biggie – Einkochautomat … (*) |
Gäreimer | Läutern & Gärung | Wird häufig als Set mit Hahn und Gärröhrchen angeboten. | Gäreimer 30 Liter (2 x Loch Eimer und Deckel + 1,00€) (*) (Ohne Gärröhrchen und Spund) |
Läuteraufsatz (einfach) | Läutern | Kauf oder Eigenbau aus Panzerschlauch. | Stichwort: Läuterfreund Alternativ: Läuterhexe 1000 (*), Läuterblech (*) |
Küchentuch + Sieb | Abseihen | Einfachste Filtermöglichkeit. Einfach abgekochtes Tuch ins Sieb legen und durchlaufen lassen. | Sollte jeder haben. Alternativ: Microfilament Filter (*) |
Große Töpfe aus der Küche | Nachguss vorbereiten | Es müssen ca. 10-15 Liter Wasser erwärmt werden. | Sollte jeder haben |
Grundausstattung eines Hobbybrauers | Brauzubehör | Das benötigst du zusätzlich, egal für welche Variante du dich entschieden hast | 100-200 Euro |
Der richtige Braukessel für deine Brauausrüstung
Einen guten Einkocher zum Bier brauen gibt es schon für wenig Geld. Vielleicht hast du bereits einen daheim und kannst diesen verwenden oder du leihst dir einen bei der Verwandtschaft aus.

Wenn du erstmal klein in das Hobby einsteigen willst, dann ist ein Einkochautomat die beste Wahl. Gibst du das Hobby im Anschluss wieder auf, hast du verhältnismäßig wenig investiert und kannst ihn ggfs. noch für andere Zwecke verwenden.
Falls du dich später vergrößern oder auf einen Topf mit Herdplatte umsteigen willst, dann kann der Einkocher auch noch gut zum Heizen des Nachgusses verwendet werden.
Ich persönlich empfehle den Klarstein Biggie (*), weil er ein gutes Preis-Leistungsverhältnis hat. Alles worauf du achten musst, und noch weitere gute Einkocher findest du in meinen Einkocher Vergleich.
Vorteile eines Einkochautomat zum Bierbrauen
- 20 Liter Bier brauen
- Maischen und Kochen im gleichen Behälter
- Günstiger als ein Edelstahltopf
- Einfach zu reinigen
- Leicht und kompakt zu verstauen
Das Bierbrauen mit einem Einkocher ist einfach die beste Brauausrüstung für Einsteiger. Mit meiner Kaufempfehlung bekommst du einen soliden und günstigen Braukessel für dein Brausystem.
Anders als bei einem Bierbrauset, bekommst du mit einem Einkocher 20 Liter gutes Bier, bei gleichem Zeitaufwand.
Es gibt wirklich viele Einkochautomaten, die nicht für das Hobbybrauen geeignet sind. Schaue dir meinen Einkocher-Guide an und entscheide dich für ein geeignetes Model.
Heizplatte
Die Heizplatte ist der wichtigste Baustein dieser flexiblen Anlage. Du kannst hier bis zu 70 Liter ohne Probleme erhitzen und zum Kochen bringen. Mit so großen Mengen habe ich keine Erfahrung, aber das ist die Aussage einiger Hobbybrauer.

Die oben verlinkte HENDI ist der Top Verkaufsschlager unter den Hobbybrauern. Sie hat satte 3500W und wird hauptsächlich im Gastrobereich eingesetzt.
Du kannst also mit gutem Gewissen die HENDI kaufen, oder aber du recherchierst selbst noch einmal zu Alternativen.
Achte auf jeden Fall darauf, dass du dir eine analoge Version kaufst. Damit hast du im Falle einer Automatisierung in der Zukunft weniger Ärger.
Übrigens: Die 3500W bedeuten, dass du bei voller Power eine ganze 16A Sicherung im Schaltschank für diese Platte belegst. D.h. dass du z.B. für deinen Einkocher einen separaten Stromkreis brauchst.
Sonst fliegt dir nämlich direkt die Sicherung raus und dir ergeht es wie mir damals auf meinen LAN-Partys, als alle PCs und die dicken Röhrenmonitore an einer Steckdose hingen 🙂
Alternative: Wer lieber mit Gas brauen will, der kann sich alternativ einen Gas-Kocher kaufen. Diese haben häufig noch mehr Power. Allerdings lassen sie sich schwer bis gar nicht automatisieren.
Edelstahltopf statt Einkocher
In diesem Setup brauchst du zwangsläufig auch noch einen guten Edelstahltopf (Brauer sagen Pfanne).
Dieser sollte mindestens 34 Liter umfassen, falls du in der 20 Liter Klasse einsteigen willst. Bei größeren Ausschlagmengen empfehle ich den Beitrag im Braumagazin.
Dein neuer Edelstahltopf sollte folgende Eigenschaften aufweisen:
- Sandwichboden
- Auslaufhahn montierbar / vormontiert
Das Malz darf beim Heizen nicht anbrennen, daher musst du beim Heizen immer rühren. Außerdem sorgt ein sog. Sandwichboden im Topf für eine gute Wärmeverteilung, was das Risiko von angebranntem Malz reduziert.

Außerdem muss dein Topf einen Auslaufhahn haben bzw. eine Möglichkeit bieten, einen zu montieren.
Du kannst das Loch natürlich auch selbst reinbohren, was aber mit Anschaffung eines Spezialbohrers und mehr Aufwand verbunden ist.
Am einfachsten ist es einen Topf zu kaufen, der schon alles hat. Eine Ausführung habe ich dir oben in der Tabelle verlinkt.
Ein 1/2 Zoll Hahn ist hier schon OK und so einen habe ich auch. Da ich mit der Hand und Messbecher abmaische, brauche ich kein Malz da durchzuschieben. Falls du aber per Hahn abmaischen willst (warum auch immer), dann brauchst du deutlich größere Hähne.
Brauequipment zum Maischen und Läutern
Große Töpfe für den Nachguss
Auch Töpfe sollte jeder Haushalt haben. Das Nachgusswasser beim Läutern muss auf ca. 78°C erhitzt werden. Dazu benötigst du eine Heizquelle. Weil du ja in den Einkocher hineinläuterst, kannst du diesen nicht verwenden.
Abhängig vom Rezept musst du 10-15 Liter Wasser aufheizen können. Nicht jeder hat einen so großen Topf zuhause zur Verfügung. Daher kannst du auch einfach mehrere kleine Töpfe nehmen, oder du kaufst dir für wenig Geld einen größeren Küchentopf (*).
Im Prinzip gilt: Je größer die Töpfe, desto weniger Stress. Am besten ist natürlich ein weiterer Einkocher.
Meine Kaufempfehlung: Läuterblech und Läuterhexe von MattMill
Die Ausrüstung zum Läutern brauchst du nicht, wenn du dich für die Brew in a Bag Variante entschieden hast.
Für das Läutern brauchst du ein Sieb, dass genug Würze durchlässt, aber nicht durch den Treber verstopft. Du kannst das selber bauen oder meiner Kaufempfehlung unten folgen.
Meine klare Kaufempfehlung sind die Produkte von Matthias von MattMill.
Mit der Läuterhexe EKTP (*) erweiterst du den Einkocher sowohl um einen besseren Hahn als auch um die beliebte Läuterhexe . In Kombination mit einem Rührwerk kann das aber zu Problemen führen, da sich die Läuterhexe mit dem Rührwerk verheddern kann.

In der Regel nutzt man einen separaten Läuterbehälter. Du kannst auch deinen Gäreimer nehmen, das habe ich ewig so gemacht und ist auch in der Brauanleitung so beschrieben. Wenn du aber die Läuterhexe in deinen Gäreimer einbauen willst, brauchst du ggfs. noch einen passenden Edelstahlhahn, oder ein T-Stück. Schaue dir mal diesen Beitrag im Forum an.

Die Läuterhexe 1000 (*) eignet sich perfekt für die Montage in diesem Gäreimer (*). In dieser Kombination kannst du sowohl vergären als auch läutern.
Falls du anstelle der Hexe lieber ein Blech bevorzugst, kannst du dir dieses kaufen: MattMill Läuterblech (*)
Außerdem: Beim Läutern kannst du den Silikonschlauch direkt an den Hahn anschließen. Das führt aber zu dem hier beschriebenen Problem. Daher wäre ein Trichter zusätzlich eine gute Idee.
Bei MattMill bekommst du übrigens auch ein Rührwerk für deinen Einkocher! (*)
Brew Bag für Brew in a Bag
Mein Beitrag zum Thema Brew in a Bag gibt dir detaillierte Infos zum Brew Bag (*) (Maischesack) und worauf man beim Kauf achten soll.
Bier brauen Ausrüstung zum Kochen
Eintauchkühler
Wäre ich nicht so ein großer Fan von einer Malzmühle, dann wäre der Eintauchkühler auf Platz 1. Im Prinzip ist er mindestens genauso wichtig, wenn nicht sogar wichtiger. Bildquelle: Amazon.de
Entscheidend ist, dass du nach dem Kochen deine Würze in möglichst kurzer Zeit auf unter 80°C bekommst, damit es nicht nachbittert. Dazu verwendet man einen Eintauchkühler, den du am Ende einfach 10 Minuten mitkochst zur Desinfektion.
Mit einem Eintauchkühler kannst du deinen Sud auch auf Anstelltemperatur bringen. Wer Wasser sparen will, kann sich dazu einen Kreislauf mit Pumpe und Kühlwasser bauen. Das ist aber ein eigener Beitrag wert.
Bei Amazon gibt es viele verschiedene Varianten(*). Die Einfachste ist der Brewferm® Chill'in 20 Würzekühler (*), wo man nur noch einen Gardena Schlauch anschließen muss. Alternativ kannst du auch den Klarstein Chiller Eintauchkühler (*) kaufen und die Schläuche und Adapter selbst dranbasteln.
Mikrofilament Filter oder Küchentuch und Sieb?
Nach dem Kochen hast du Hopfenreste und anderen Trub, wie Eiweiß in deiner Würze. Daher musst du die Würze filtern, bevor sie in den Gäreimer gelangt.
Zum Abseihen der Würze genügt, gerade am Anfang, ein Küchentuch in einem Sieb. Das ist bei vielen bereits daheim, wodurch du dir diese Investition sparen bzw. in die Zukunft verschieben kannst.
Fast jeder Hobbybrauer hat heutzutage sog. Microfilament Filter (*). Sie sind günstig und feinmaschig und filtern alles heraus.
Die sind einfach besser, lassen sich einfacher reinigen und kosten auch nicht so besonders viel.
Brauausrüstung für die Gärung und Reifung
Einen Gäreimer benötigst du am Ende des Brautags immer. Hier gibt es wie immer verschiedene Möglichkeiten, aber die günstigste und einfachste ist ein Kunststoffeimer.

Wichtig ist, dass du genug Steigraum über dem Bier hast. Wenn du 20 Liter Bier herstellen willst, dann rate ich dir zu einem 30 Liter Gäreimer.
Hier brauchst du nicht direkt einen aus Edelstahl oder irgendeine Spezialanfertigung aus Kunststoff. Im Internet gibt es unter dem Begriff „Hobbock“ lebensmittelechte Kunststoffeimer, die sich gut für die Gärung eignen.
Dieser Gäreimer für Einsteiger (*) hat Bohrungen für Hahn und Gärspund. Kann man auch selbst machen, lohnt sich aber bei diesem günstigen Preis kaum.
Weitere Details zur Kaufberatung eines Gäreimers im Komplett-Guide zum Gäreimer und Gärtank.
Inkbird und Lagerkühlschrank

Ein Inkbird ITC-308 (*) kannst du beim Hobbybrauen gut gebrauchen. Einsatzzwecke gibt es viele:
- Steuerung für deinen Lagerkühlschrank
- Automatisierung der Maischeführung
- Kontrollierte Gärführung im Gärschrank
2 Dinge gibt es zu beachten:
- Maximale Schaltlast 2200W
- Relais-Problem vermeiden
Der Inkbird kann maximal 2200W schalten. Es reicht also für einen Einkocher, aber nicht für eine aufgedrehte Hendi.
Bei größeren Gefriertruhen kann das Relais im Inkbird plötzlich blockieren. Ich bin mir nicht mehr sicher, aber ich glaube das lag am hohen Anlaufstrom. Das führt dazu, dass der Inkbird nicht mehr schaltet, deine Gefriertruhe das Bier auf -20 Grad kühlt und alles kaputt geht.
Bei mir hat das Relais tatsächlich 2-mal blockiert. Glücklicherweise habe ich es jedes Mal vorher gemerkt und die Truhe rechtzeitig abgeschaltet.
Abhilfe schafft ein Heschen AC Schütz 25 A (*). Du schaltest mit dem Inkbird also das Schütz und das Schütz schaltet dann die Truhe.
Sicherheitsausrüstung beim Bierbrauen
Die Sicherheit beim Bierbrauen ist sehr wichtig, daher sollte die passende Sicherheitsausrüstung nicht vernachlässigt werden.
Schutzbrillen sind wichtig, um die Augen vor Spritzern von heißen Flüssigkeiten oder aggressiven Reinigungsmitteln zu schützen.

Brauzubehör eines Hobbybrauers
Zu allen genannten Produkten für deine Bier brauen Ausrüstung brauchst du dann noch die Grundausstattung bzw. das Brauzubehör.
An dieser geht kaum ein Weg dran vorbei und du wirst sie so oder so kaufen müssen, wenn du dich für dieses Hobby entscheidest.
Sie enthält eine Waage, Refraktometer, Thermometer, Flaschen, Schläuche und viele wichtige Hilfsmittel für dein erstes Bier.

Bierbrauset vs. Brauausrüstung
Auf dem Markt gibt es viele Möglichkeiten sein eigenes Bier zu brauen. Besonders beliebt sind seit einigen Jahren die sog. Bierbrausets. Ich habe selbst einmal die BierBrauKiste ausprobiert und habe daher die Erfahrung, beide Varianten zu vergleichen.
- Bierbrauset ist günstiger in der Anschaffung, du hast aber nur etwa 4 Liter Bier
- Bei einer Brauausrüstung brauchst du noch eine gute Brauanleitung
- Das Brauen mit eigener Brauausrüstung ist langfristig deutlich günstiger
In meinem Ratgeber für das Brauen mit Bierbrausets, bin ich auf diese Gegenüberstellung zwischen Bierbrauset und Brauanlage näher eingegangen und habe die wichtigsten Bierbrausets für dich miteinander vergleichen.
Hilfreiche Upgrades für deine Brauausrüstung
Diese Ausrüstungsgegenstände braucht man nicht zu Beginn, sind aber wichtige Upgrade-Möglichkeiten.
Die Malzmühle
Wie schon erwähnt, ist die Malzmühle in meinen Augen eine der sinnvollsten Anschaffungen eines Hobbybrauers. Warum?
- Die Kosten für Malz reduzieren sich
- Du sparst ggfs. Versandkosten
- Du bist viel flexibler in der Planung deiner Brautage
- Malz mahlen macht Spaß! 🙂
Schaue dir meinen Beitrag zum Malzlagern an. Dort gehe ich auf die wichtigsten Dinge ein. Da man als Hobbybrauer Hefe und Hopfen in der Regel immer irgendwo herumfliegen hat, gehst du mit der Anschaffung einer Malzmühle den letzten Schritt zu mehr Flexibilität.
Wenn man alle Rohstoffe daheim hat, dann kannst du jederzeit brauen. Durch das Lagern der Malze kannst du größere Mengen direkt von der Mälzerei kaufen und kommst so günstiger an das Malz. Ebenso sparst du dir Versandkosten, da du nicht für jeden Sud bestellen musst.
Der Grain Gorilla von Brewferm (*) ist aktuell sehr beliebt, da er ein gutes Preis-Leistungsverhältnis hat. Ich benutze eine MattMill Student von Matthias.
Vakuumierer für Hopfen
Neben der Malzmühle darf eigentlich auch kein Vakuumierer fehlen. Sicherlich kannst du deinen angebrochenen Hopfen auch in verschlossene Gefrierbeutel lagern, aber dein Hopfen wird so nicht lange lagerfähig sein.

Am besten lagert man Hopfen im Vakuum und eingefroren. Ich habe zu Beginn auch keinen gehabt und alles in Gefrierbeuteln gelagert. Eines Tages im Sommer wollten wir dann Eis essen und unser ganzes Eis im Gefrierschrank hat nach Hopfen geschmeckt und musste entsorgt werden.
Seitdem ich meinen CASO VC10 Vakuumierer (*) habe, ist das nicht mehr passiert. Nach vielem Hin-und-her bestelle ich nur noch diese CASO Folienbeutel 16x23 (*), da sie für Hopfen die perfekte Größe haben.
Thermobottich

Neben der Läuterhexe, kann man auch ernsthaft über die Anschaffung eines Thermobottichs nachdenken.
- Isoliert die Würze während der Läuterruhe
- Ermöglicht Übernachtmaischen
- Gut für Kombirast
Hier gibt es nicht das eine Produkt. Ich habe meinen damals in der Bucht gekauft, aber es gibt zig Varianten, wie z.B. diesen von Royal Catering (*). Hier brauchst du nur noch die Größe auswählen, Läuterhexe einbauen und den Hahn tauschen.
Für meine 20 Liter Sude ist mein 25 Liter Thermobehälter super. Man darf hier nicht unter- / überdimensionieren, da sich das nachteilig auf das Läutern auswirkt. Schaue dir am besten den Beitrag zu den Klassenverhältnissen im Braumagazin an.
Hilfreiche Tipps zur Brauausrüstung
Brauausrüstung richtig lagern. So verlängerst du die Lebensdauer
Um die Lebensdauer deiner geliebten Bier brauen Ausrüstung zu verlängern, gibt es hier 3 Aspekte, die du berücksichtigen solltest:
- Gut reinigen und trocknen lassen
- Vernünftige Lagerung
- Wartung und Kontrolle
Nach jedem Brauvorgang ist es unerlässlich, alle Geräte gründlich zu reinigen. Rückstände von Malz, Hopfen oder Hefe können nicht nur die Ausrüstung beschädigen, sondern auch die Qualität zukünftiger Biere beeinträchtigen.
Nach der Reinigung ist es entscheidend, alle Ausrüstungsteile, insbesondere Metallkomponenten wie Kessel und Rührwerke, vollständig zu trocknen, um Korrosion und Schimmelbildung zu vermeiden.
Für eine optimale Lagerung deiner Brauausrüstung, bewahre kleinere Geräte wie Messinstrumente, Schläuche und Anschlüsse in sauberen, trockenen und staubfreien Schränken oder Behältern und größere Teile wie Braukessel oder Gärbehälter an kühlen, trockenen Orten fern von direkter Sonneneinstrahlung und Temperaturschwankungen auf.
Regelmäßige Wartung deiner Brauausrüstung, einschließlich der Überprüfung und des Austauschs von abgenutzten Teilen wie Schläuchen und Dichtungen sowie der Kontrolle der Genauigkeit von Messgeräten, ist entscheidend für präzise Brauprozesse.
Gibt es multifunktionale Braugeräte?
Ja, so einige. Erstmal gibt es natürlich die Brauautomaten, die Maischen, Kochen, Kühlen und teilweise sogar auch Vergären in einem Gerät sind.
Aber wichtig zu erwähnen ist auch, dass viele Braugeräte, die du zwar extra für dein Bierbrauen kaufst, auch an anderen Stellen im Haushalt verwendet werden können.
Einkocher (zum Einkochen, Suppen warmhalten, …), Thermometer, Messbecher, Waagen und so weiter finden in deinem Haushalt unter Umständen Anwendung.
Hitzebeständige Handschuhe schützen die Hände beim Umgang mit heißen Kesseln und beim Reinigungsprozess. Auch Nitrilhandschuhe (*) schützen deine Haut während der Reinigung und Desinfektion.
Außerdem sollten rutschfeste Schuhe getragen werden, um Stürze auf nassen oder rutschigen Oberflächen zu vermeiden. Es ist auch ratsam, einen Erste-Hilfe-Kasten griffbereit zu haben, um bei kleinen Unfällen schnell reagieren zu können.
Brauche ich einen speziellen Kühler für das Bierbrauen?
Nicht für dein erstes Bier. Aber das Thema Temperatur und Würzekühlung sind sehr wichtig und schon beim zweiten Bier, solltest du dir da etwas organisieren.
Folgende Probleme entstehen, wenn du deine Würze nicht kühlst:
- Nachisomerisierung führt bei einer Temperatur über 80°C zu einem bitteren Bier
- Oxidation, weil du dein Bier über Nacht abkühlen lässt und es für einen langen Zeitraum Sauerstoff ausgesetzt ist
- Mikroorganismen können sich bei warmen Temperaturen schneller vermehren
So schnell wir die Würze am Brautag aufheizen wollen, möchten wir sie am Ende auch wieder abgekühlt bekommen.
Daher noch einmal: Für dein erstes Bier brauchst du keine Würzekühlung. Eine Übernachtkühlung bei einem angepassten Braurezept reicht für die ersten Versuche vollkommen aus.
Trotzdem gehe ich in den nächsten Abschnitten kurz auf die Auswirkung einer fehlenden Würzekühlung ein.
Würzekühlung gegen Nachisomerisierung
Die Würzekühlung ist ein wichtiger Schritt im Brauprozess, um die Nachisomerisierung der Hopfenbestandteile zu verhindern.
Wenn die Würze nach dem Kochen nicht schnell genug auf unter 80°C abgekühlt wird, kann es zu einer weiteren Isomerisierung der Hopfenbitterstoffe kommen, was das Geschmacksprofil des Bieres negativ beeinflussen kann.
Eine schnelle Kühlung, z.B. durch einen guten Eintauchkühler, sorgt dafür, dass die gewünschte Hopfencharakteristik und die Balance zwischen Bitterkeit und Aroma erhalten bleiben.
Du hast dir bei dem Rezept ja auch eine gewisse Bittere vorgestellt und erwartest die nun auch im selbstgebrauten Bier.
Oxidation durch fehlende Kühlung
Wenn die Würze nach dem Kochen nicht angemessen gekühlt wird, erhöht sich das Risiko einer Oxidation, die zu unerwünschten Geschmacksveränderungen im Bier führen kann.
Oxidation kann dazu führen, dass das Bier einen abgestandenen, papierartigen oder metallischen Geschmack annimmt.
Mikroorganismen bei Übernachtkühlen
Das Übernachtkühlen der Würze ist eine Praxis, die von einigen Hobbybrauern angewendet wird, birgt jedoch Risiken bezüglich der Kontamination durch Mikroorganismen.
Während der längeren Abkühlzeit kann die Würze anfällig für Infektionen durch Bakterien oder wilde Hefen aus der Umgebung werden. Diese Mikroorganismen können das Bier ungenießbar machen.
Um das Risiko einer Kontamination zu minimieren, ist es wichtig, die Würze in einer sauberen, geschlossenen Umgebung zu kühlen und idealerweise die Kühlzeit zu verkürzen.
Weitere Möglichkeiten für deine Brauausrüstung
Die einzelnen Komponenten dieser Brauausrüstung sind im nächsten Abschnitt ausführlicher erklärt.
Falls du jetzt aber schon glaubst, dass diese Anlage nichts für dich ist und du z.B. lieber einen Bierbrau-Vollautomat haben möchtest, dann schaue dir doch einmal die folgenden Beiträge an.
- Reinschnuppern mit Bierbrauset oder Braukurs
- Vollautomat
Im Prinzip gibt es diese mehrere Möglichkeiten mit dem Bierbrauen zu beginnen. Jeder Hobbybrauer muss die Anlage finden, die zu einem passt. Es kommt auf verschiedene Faktoren an, aber ich erkläre dir alles, was du für dein eigenen Bier wissen musst.
FAQ zum Thema Brauausrüstung
Wo kann man Brauzubehör erwerben?
Brauzubehör kann man in Fachgeschäften für Braubedarf, in Online-Shops spezialisiert auf Brauereibedarf, oder in größeren Baumärkten erwerben.
Welche Ausgaben entstehen beim Selbstbrauen von Bier?
Die Kosten variieren je nach Ausrüstung und Zutaten, aber man kann mit Anfangskosten von einigen hundert Euro für die Grundausstattung rechnen. Laufende Kosten sind abhängig von der Menge und Art der Zutaten. Ich persönlich rechne immer mit 2€ / Liter Bier.
Was wird benötigt, um Bier aus Grundzutaten herzustellen?
Man benötigt Wasser, Malz, Hopfen, Hefe und die entsprechende Brauausrüstung wie Braukessel, Gärbehälter und Flaschen oder Fässer für die Lagerung.
Welche Ausrüstung ist für die Lagerung von selbstgebrautem Bier notwendig?
Für die Lagerung werden in der Regel Gärbehälter, Fässer oder Flaschen, sowie ein kühler, dunkler Lagerplatz benötigt. Mehr zum Thema im Beitrag Lagerung und Reifung.
Was wird nach dem Brauvorgang zur Reinigung benötigt?
Reinigungsmittel für Brauzubehör, große Spüle oder Reinigungsbehälter, Bürsten und Desinfektionsmittel sind erforderlich, um eine Kontamination zu vermeiden. Schaue dir am besten einmal den Beitrag zur Reinigung und Desinfektion an.
Wie funktioniert ein Läuterbottich und ist er für das Hausbrauen notwendig?
Ein Läuterbottich trennt die Würze von den festen Bestandteilen des Malzes. Er ist besonders für all-grain Brauer wichtig, kann aber bei einfacheren Braumethoden, wie z.B. BIAB, optional sein.
Welche Arten von Braukesseln gibt es und welche sind für Anfänger geeignet?
Es gibt einfache Kochtöpfe, spezialisierte Braukessel mit integrierten Heizelementen und Thermometern. Für Anfänger eignen sich oft kleinere, einfach zu handhabende Modelle.
Soll ich einen Gäreimer aus Plastik oder aus Edelstahl kaufen?
Kunststoffgäreimer sind kostengünstiger und leichter, Edelstahlgäreimer sind langlebiger und einfacher zu reinigen. Die Wahl hängt von Budget und persönlichen Vorlieben ab.
Affiliate Programm und verlinkte Produkte
Top 5 Rezepte & Braukompass
Kuratierte Tipps aus Blogs, Podcasts und YouTube


Einkocher (analog)
Gäreimer
Läuteraufsatz (einfach)
Küchentuch + Sieb
Große Töpfe aus der Küche


