13.09.2020 | Infos

Einleitung

Nachdem Teil 1 auf die Vor- und Nachteile des Keggings eingegangen ist, wird dieser Teil 2 sich mit dem benötigten Equipment fürs Keg auseinandersetzen. Falls du dir aktuell noch nicht sicher bist, ob der Umstieg auf Kegs wirklich etwas für dich ist, dann schaue dir einfach den vorherigen Teil 1 an.

Du bist also jetzt soweit und hast dich für den Umstieg auf Kegs entschieden. Super, jetzt fehlt nur noch das Equipment. Vielleicht hast du dich damit ja auch schon etwas beschäftigt und musstest feststellen, dass es viele verschiedene Kegs und Zusatzausrüstung auf dem Markt gibt.

In diesem Artikel zeige ich dir, was du alles für deinen Einstieg ins Kegging benötigst. Mein Ziel ist es, dir eine Minimalausstattung zusammenzustellen und hintenheraus weiteres hilfreiches Material aufzuzeigen.

Umstieg auf Kegs – Teil 1: Pro und Contra
Umstieg auf Kegs – Teil 2: Equipment fürs Keg
Umstieg auf Kegs – Teil 3: Zwangskarbonisierung

Das benötigst du immer!

Du wirst gleich sehen, dass du je nach Anwendungszweck unterschiedliches Equipment fürs Keg brauchst bzw. weglassen kannst. Einiges benötigst du aber immer.

Das Keg

Umstieg auf welche Kegs?

Die wichtigste Frage ist nun, auf welche Kegs überhaupt gewechselt werden soll. Ich bin mir sicher, dass jeder von euch seine regional typischen Kegs kennt. Bei mir in der Gegend dominieren die Kegs mit Flach- und Kombi Fitting. Wen es interessiert: Es gibt eine Liste der Brauereien und deren Kegs. Zur Liste

Wie auch bei anderen Themen, gibts auch bei Kegs kein einheitliches System. Das macht es natürlich nicht leichter und erschwert auch die Entscheidung.

Auf dem Markt gibt es Flach, Kombi, Korb, .. Fittings und dazu reichlich Informationen. Ein Beispiel wäre diese Quelle. Ich bin ehrlich zu euch: Diese alle ausführlich zu dokumentieren und die Vor- und Nachteile aufzuzeigen machen mir keine Freude. Bei Interesse erkundigt euch bitte über die Suchmaschinen dieser Welt 🙂

Was ihr eigentlich wissen müsst ist, dass ihr euch bei der Wahl eines Kegs bzw. dessen Fittings schon sehr festlegt. Ein Wechsel in ein anderes System ist später mit neuen Kosten verbunden. Daher überlegt gründlich, was ihr wirklich wollt.

Zapfst du jedes Wochenende im Garten Kaufbier mit Flachfitting und willst zusätzlich hin und wieder mal eins deiner eigenen Kegs anhängen? Oder hast du mit Zapfen noch nie was zu tun gehabt und willst nur dein eigenes Bier zapfen?

Kegs gibts doch überall?!

Bei der Auswahl an Händlern in der Region, kommt einem schnell der Gedanke, einfach ein paar Fässer aus dem Pfandsystem zu ziehen. Ich muss zugeben, auch ich habe anfangs mit dem Gedanken gespielt. Immerhin kostet ein 30l Keg vom günstigsten Bier bei uns ca. 30€ + 25€ Pfand.

Leider liegt allgemein ein Irrglaube vor, dass diese Pfand Kegs einfach für die eigene Hobbybrauerei verwendet werden können. Anders als bei Glasflaschen, sind diese Kegs nämlich mit einer Seriennummer versehen und in der Regel steht auf drauf, von welcher Brauerei du dir dieses Fass geliehen hast. Die Brauereien möchten diese Kegs ausdrücklich wieder zurückerhalten und einige bedrucken die Kegs sogar mit „Brauereieigentum“!

Um diese Kegs überhaupt nutzen zu können, musst du sie in der Regel beschädigen bzw. das absichtlich blockierte Fitting irgendwie aufbrechen. Bitte macht es nicht! Unabhängig von der ohnehin schon hitzigen Diskussion über Eigentum oder einem eventuell illegalen Verhalten, möchte ich euch davon abraten. Ihr beschädigt nicht nur das Eigentum der Brauerei, sondern zwingt diese im gleichen Moment ein neues Keg zu beschaffen.

Auch wenn hinter vielen Brauereien große Weltkonzerne stecken, ist dieses Verhalten meiner Meinung nach nicht in Ordnung. Seid so ehrlich und beschafft euch die Fässer auf einen anderen Weg. Viele vergleichen den Neupreis des Kegs mit dem Pfandpreis und entscheiden sich deshalb fürs letztere. Aber da gebrauchte Kegs (wie das was aus dem Pfandsystem kommt) deutlich günstiger sind, lohnt sich dieser doch recht unethische Schritt gar nicht mehr.

Soda Kegs

Die für mich spannendste Variante waren dann doch die unter den Hobbybrauern verbreiteten Soda-Kegs. Sie kommen aus der Limonaden-Industrie und haben für den Hobbybrauer entscheidende Vorteile [1]:

  • Große Öffnung zum Reinigen und zur visuellen Kontrolle
  • Es gibt sie in kleinen ~9,5l und ~19l Varianten
  • Einfache Handhabung, weil Gas- und Bierleitung getrennt sind

Diese Infos kommen von dem wirklich sehr gutem Artikel vom Braumagazin, dessen Inhalt ich hier jetzt nicht weiter wiederholen möchte.

Für mich persönlich gab es wirklich keinen Grund, nicht auf Soda-Kegs zu setzen. Ich habe weder bereits eine Zapfanlage, noch zapfe ich Kaufbiere mit dieser Anlage. Ich bin reiner Hobbybrauer und die 1-2 Mal in den nächsten Jahren, wo ich Kaufbier im Garten zapfen möchte, leihe ich mir einfach die Anlage.

Denkt einfach mal drüber nach. Das nachfolgend aufgeführte Equipment fürs Keg benötigt ihr bei allen Systemen. Es sieht dann halt nur etwas anders aus, aber erfüllt den gleichen Zweck 🙂

Große oder kleine CO2 Flasche?

Ich denke ich muss nicht erklären, warum eine CO2 Flasche benötigt wird. Vielmehr stellt man sich als Hobbybrauer die Frage, welche Größe es denn sein soll.

Es gibt CO2 Flaschen in verschiedenen Größen. Ich habe mich für eine 10kg und eine 2kg Flasche entschieden. Die 10kg Flasche steht in meiner Kühltruhe und dient dem Zwangskarbonisieren und dem Umdrücken.

Die 2kg Flasche nehme ich mit, wenn ich irgendwo anders zapfen möchte. Damit komme ich sehr gut klar.

Für den Anfang kannst du dir auch nur eine 10kg Flasche kaufen und alles an einem Ort machen. Dann sparst du dir die Investition der zweiten Flasche zunächst. Die Flaschen kannst du am Besten bei einem lokalen Händler erwerben, da du sie dort auch in der Regel wieder umtauschen kannst, falls sie leer ist. Suche einfach mal im Internet nach Anbietern.

Wichtig ist, dass man eine CO2 Flasche mit E290 Kennung bezieht. Diese sind speziell für Lebensmittel geeignet.

Eine Füllung bei mir im Hornbach kostet 26€. Dort „mietet“ man die Flasche durch eine Gabe von 135€ Pfand, welches man jederzeit zurückbekommen kann.

Druckminderer

Einen Druckminderer brauchst du für die CO2 Flasche, damit der Ausgangsdruck eingestellt werden kann. Am besten kaufst du dir einen, der mindestens 2 Anschlüsse hat, damit du im Zweifel 2 Biere gleichzeitig karbonisieren oder gleichzeitig karbonisieren und zapfen kannst.

Für die kleine Flasche reicht dann auch ein Druckminderer mit nur einem Ausgang.

CO2 Schlauch mit Rückschlagventil

Auch unvermeidlich ist die Anschaffung des CO2 Schlauchs mit Rückschlagventil und Keg-Kupplung. Mit ihm drückst du das CO2 in das Keg und verhinderst, dass beim Druckabfall im Druckminderer das Bier irgendwie in den Druckminderer läuft.

Zusatzausrüstung nach Einsatzzweck

Warum sortiere ich die folgenden Gegenstände nach Einsatzzweck? Damit du verstehst, an welcher Stelle beim Kegging wir welches Equipment benötigen.

Alles was bereits oben erwähnt wurde, sind Grundlagen, die unabhängig vom Prozess fast immer notwendig sind.

Außerdem kannst du so die Anschaffung in mehrere Teile untergliedern bzw. nach und nach anschaffen. Das reduziert die einmaligen Anschaffungskosten und somit vielleicht den Woman acceptance factor 😉

1. Desinfizieren des Kegs

Es gibt bestimmt irgendwelches Spezial-Zeugs fürs Desinfizieren des Kegs bzw. zur Vorbereitung des Kegs vor dem Abfüllen. Am einfachsten ist es aber, wenn du so vorgehst, wie beim Desinfizieren des Gäreimers vorm Abseihen. Ich verwende einfach Starsan, welches ich einige Minuten im Keg „einwirken“ lasse und das Keg hin und wieder schüttele.

Damit auch der Degen des Kegs von innen mit der Reinigungslösung benetzt wird, gibt es mehrere Möglichkeiten. Die günstigste ist es, den Degen auszubauen und mit Starsan zu füllen.

Alternativ kannst du auch Druck auf das Fass geben und etwas Reinigungsmittel durch den Degen abzapfen. Dazu benötigst du Equipment zum Abzapfen, etwa deinen Zapf-, oder ein Picknick Bierhahn.

Wenn du später auch umdrücken möchtest (siehe unten), dann kannst du auch die „Bier auf Bier“-Leitung verwenden, indem du die Kupplung an einem Ende einfach abschraubst.

2. Abfüllen

Für das Abfüllen des Biers ins Keg benötigst du kein besonderes Equipment. Nutze einfach einen Bierheber oder die Schläuche, die du fürs Umschlauchen oder für die Flaschenabfüllung verwendest.

Wenn du bislang immer über den Hahn deines Gäreimers abgefüllt hast, dann hänge da einfach einen Schlauch dran und lass das Bier ins Keg laufen.

Somit brauchst du zum Abfüllen nur Equipment, was du ohnehin schon hast oder welches zu den Grundlagen des Keggings gehören.

Es ist übrigens wichtig darauf zu achten, dass hier möglichst wenig Sauerstoff ins Keg gelangt. Im o.g. Artikel vom Braumagazin sind einige Verfahren aufgeführt. Schaut dort einfach mal rein.

3. Karbonisieren

Wie du es schon von der Flaschengärung kennst, muss nun Co2 ins Bier gelangen. Das funktioniert durch Zwangskarbonisierung, Grünschlauchen oder durch Zugabe von Zucker oder Speise.

 Zwangskarbonisierung

Bei der Zwangskarbonisierung kommt das CO2 aus der CO2 Flasche, die du ja eh zum Zapfen benötigst. Hierbei stellst du den Druck einfach am Druckregler ein und schon karbonisiert sich das Bier nach ein paar Tagen auf. Es ist kein Zusatzequipment notwendig, da du den Spunddruck am Druckminderer einstellen kannst.

Diese Methode wird bald in einem separaten Artikel noch einmal genauer erläutert. Für die anderen beiden Methoden wird zusätzliches Equipment benötigt.

Karbonisierung durch Zucker / Speise

Zunächst kannst du wie bei Flaschen die Zucker- oder Speisemenge ausrechnen und diese dann ins Keg geben. Das ist quasi die bekannte Flaschengärung, nur im großen Gebinde.

Dazu brauchst du dann – wie bei der Flaschengärung auch – ein Manometer zur Kontrolle. Ich habe z.B. ein sog. Spundventil für NC Kegs.

Grünschlauchen

Hierbei füllst du das Bier noch während der Hauptgärung, nach der stürmischen Phase, bereits in das Keg. Dadurch gärt es im Keg zu Ende und erzeugt somit CO2.

Auch hier ist ein Spundventil unabdingbar, um den passenden Spundungsdruck einzustellen. Außerdem gibt es Fässer ohne Überdruckventil, was ohne Spundventil sehr gefährlich wird.

4. Reifen

Damit das Bier ordnungsgemäß lagern kann, muss es kühl sein. Du benötigst also eine Kühlmöglichkeit für deine Fässer. Ich persönlich nutze eine Kühltruhe, die ich durch externe Steuerung (z.B. durch Inkbird ITC-308) auf 5-6°C halte.

Durch eine Kühltruhe hast du auch die Option, deine Biere zu Cold Crashen, falls nötig.

Viele Hobbybrauer nutzen aber auch einfach einen alten Kühlschrank. Hier musst du mal überlegen, was für dich eher in Frage kommt.

Für was auch immer du dich entscheidest, wenn du ein Gebrauchtgerät kaufst, dann achte auf den Stromverbrauch. Gerade die günstigen Angebote sind häufig Stromfresser und sorgen am Ende für höhere Kosten bei der Jahresabrechnung. (Für diesen Hinweis ein Danke an Johannes (Renzbräu))

5. Zapfen

Zum Zapfen benötigst du nicht unbedingt eine Zapfanlage. Wenn du es minimalistisch angehst, dann reicht lediglich ein Zapfhahn, den du direkt auf das Ventil des Kegs steckst.

Bei dieser Methode muss das Bier aber schon kühl sein, da du ja keinen Durchlaufkühler o.Ä. verwendest. Ich lasse den Zapfhahn auf dem Keg in der Kühltruhe verweilen.

Alternativ kann man sich auch eine Konstruktion um die Truhe oder Kühlschrank bauen und die Zapfhähne nach Außen legen. Das nennt sich dann „Keezer“ oder „Kegerator“.

Welcher Zapfhahn?

Es gibt die sog. Picknick Hähne, die günstig sind und so aussehen als wäre das die beste Lösung. Sie eignen sich aber nur bedingt zum Zapfen.

Ich empfehle dir einen Kompensatorzapfhahn aus Edelstahl zu kaufen, den du direkt auf das Fass stecken kannst. Warum?

Durch den Kompensatorzapfhahn hast du am Hahn die Möglichkeit, die Durchflussgeschwindigkeit zu regeln. Dadurch kannst du den Schaum richtig gut dosieren. Da die Bierleitung und der Hahn Temperaturschwankungen ausgesetzt sind (z.B. durch das kalte Bier was durchläuft, oder durch die Umgebungstemperatur, wenn mal ein paar Minuten nichts gezapft wird), entbindet sich beim Zapfen mal mehr oder mal weniger Co2 = Schaum. Das kann man mit so einem Kompensatorhahn gut kompensieren. 🙂

Es gibt noch weitere Vorteile, die ich aber nicht weiter erläutern möchte. Hier ist das sowieso schon sehr gut erklärt.

Es gibt auch Zapfhähne, die verchromt sind. Auch ich habe einen verchromten gekauft. Er ist super und funktioniert so wie er soll. Viele Hobbybrauer haben aber berichtet, dass diese verchromten Zapfhähne sich nach der Zeit verfärben bzw. unschöne Stellen entstehen.

Zusätzlich benötigt ihr nach einer Weile etwas Schankhahnfett, damit der Zapfhahn auch dicht und geschmeidig bleibt. Dieses könnt ihr auch zu einem späteren Zeitpunkt kaufen.

6. Reinigen

Wie ihr in diesem Hobby am besten reinigt, wird in diesem Artikel gut erläutert. Grundsätzlich gilt, dass man organische Verunreinigungen mit einem alkalischen, und mineralische Verunreinigungen mit einem sauren Reiniger verwendet.

Recherchiert einfach mal selber im Forum, was andere Brauer so verwenden. Ich persönlich habe mich für einen Enzym-haltigen Reiniger (Enzybrew 10) entschieden. Er baut sehr zuverlässig die organischen Verunreinigungen ab.

Einen sauren Reiniger habe ich bisher noch nicht verwendet. Sobald ich den Bedarf danach habe, werde ich dort wohl Zitro­nen­säu­re einsetzen. Verlasst euch da aber bitte nicht auf meine Erfahrung. Die ist – was Reinigungsmittel angeht – nicht besonders ausgeprägt. 🙂

Viele bauen sich Keg-Waschanlagen aus Pumpen und CIP Düsen. Das habe ich noch nicht, kommt aber. Ich reinige aktuell einfach mit dem o.g. Reiniger, der mit Wasser ca. 1/3 Keg-Volumen hat. Dabei ändere ich alle 30 Minuten die Lage des Kegs, damit der Reiniger überall hinkommt.

Optionale Prozesse

Alle oben genannten Prozesse sind zwingend notwendig fürs Kegging. Die folgenden Punkte sind optional und können bei Bedarf weggelassen werden.

Umdrücken

Es gibt Situationen, da möchtest du den Inhalt des Kegs in ein anderes Keg befördern. Zum Beispiel, wenn du grün-geschlaucht oder mit Zucker/Speise karbonisiert hast und den Hefebodensatz loswerden willst. Selbst wenn du das nicht gemacht hast, fällt immer ein kleiner Bodensatz an.

Bewegst du das Fass nicht, ist das egal. Solltest du das Fass aber transportieren wollen, dann könnte der Bodensatz aufgewühlt und das Bier somit wieder trüb werden. Dann empfiehlt sich ein vorheriges Umdrücken in ein frisches Fass.

Damit nun kein Sauerstoff ans Bier kommt, muss unter Druck umgefüllt werden => das sog. Umdrücken. Das Vorgehen ist hier gut erklärt.

Dafür brauchst du einen Bier-Anschluss auf Bier-Anschluss. Alles andere was benötigt wird, hast du bereits.

Vollständigkeitshalber möchte ich hier erwähnen, dass einige den Degen im Fass kürzen, damit das Bier kurz über dem Bodensatz gezapft wird. Selbstverständlich darf das Fass dann auch nicht mehr bewegt werden.

Mir gefällt diese Lösung aber nicht, da ich bisher noch nie Probleme mit trüben Bier hatte und mir das der Aufwand / die Beschädigung nicht wert ist.

In Flaschen abfüllen

Um zusätzliches Equipment zu sparen, überlege dir vorher einfach, ob und wie viel Bier du in Flaschen haben möchtest. Planst du z.B. Bier zu verschenken, oder irgendwo mit hinzunehmen, wo keine Zapfanlage aufgebaut werden kann, dann fülle doch am Abfülltag direkt einen Teil des Bieres in Flaschen ab und nicht alles ins Keg.

Was bei mir in Flaschen und ins Keg kommt, habe ich ja bereits im Teil 1 aufgeführt.

Möchtest du aber die Flexibilität haben, jederzeit Bier vom Keg in Flaschen zu füllen, oder einfach die Vorteile beider Systeme miteinander kombinieren, dann fehlt dir zusätzliches Equipment.

Da das Bier ja im Keg unter Druck ist, können wir nicht einfach einen Schlauch dranhängen und das Bier mit der Abfüllhilfe in die Flaschen laufen lassen. Ein Gegendruckabfüller oder eine Bierpistole sind hierzu notwendig.

Außerdem solltest du dir im Falle eines Gegendruckabfüllers einen Splitterschutz bauen, da es durch Fehler beim Druckaufbau zum Platzen der Flaschen kommen kann.

Ich selber habe weder einen GDA, noch eine Bierpistole, daher kann ich nicht viel mehr dazu sagen. Im Forum habe ich aber gelesen, dass es bei einigen wohl zu einer ungewollten Schaumparty führen kann, daher würde ich es nicht in Frauchens geliebter Küche ausprobieren 😉

Einkaufsliste

Nachdem oben detailliert erklärt wurde, warum und wann das Equipment fürs Keg benötigt wird, folgt hier nun eine Einkaufsliste einer minimalen Anschaffung fürs Kegging. Somit sind also nur Dinge aufgeführt, die zwingend notwendig sind.

Wie bereits gesagt, bezieht sich in diesem Artikel alles auf die Anschaffung von NC Kegs. Hast du dich für ein anderes System entschieden, kann die Ausrüstung anders aussehen und auch die Preise sind sicherlich nicht vergleichbar.

Die Preise sind nur ein Richtwert und variieren je nach Shop stark. Sie dienen nur der groben Einschätzung der Investition.

 

Gegenstand Preis ~
18l NC Keg (gebraucht) 60-70€
10kg CO2 Flasche 26€ + (135€ Pfand)
Druckminderer 50-80€
CO2 Schlauch mit Rückschlagventil 15-20€
Kompensatorzapfhahn 100€
Schankhahnfett 4€
Enzym-haltiger Reiniger 10€
Summe: 400-440€

 

Häufig ist die Kühlung bereits vorhanden, aber falls nicht, kommt noch die Anschaffung einer Lagermöglichkeit dazu:

Gegenstand Preis ~
Kühlschrank (Kleinanzeigen) ab 50€
Kühltruhe (Kleinanzeigen) ab 100€
Temperatursteuerung 25€

 

Vollständigkeitshalber folgt hier noch die Auflistung der optionalen Gegenstände:

 

Gegenstand Preis ~
Spundventil 50€
Bier- auf Bier-Anschluss 20€
Gegendruckabfüller ab 80€
Bierpistole 100€

Zusätzlich sollte jeder noch ein paar Ersatzteile (z.B. Dichtungen) auf Lager haben, damit es nicht zu bösen Überraschungen kommt.

 

Ich hoffe es hilft euch bei der Planung in den Einstieg ins Kegging. Hinterlasst mir einfach ein Kommentar, falls etwas nicht verständlich ist oder ihr Hilfe benötigt.

Danke fürs Lesen und bis zum nächsten Mal.

 

Quellen:

[1] https://braumagazin.de/article/soda-kegs/

 


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