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27.03.2022 | Rezeptentwicklung

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Im letzten Jahr habe ich ein paar tolle Hopfensorten von Hopsteiner bekommen. Einmal den Solero-Hopfen und dann war da noch der Akoya Hopfen. Zum Solero habe ich ja schon ausführlich geschrieben. Nun ist der Akoya an der Reihe und kommt gleich in ein edles Pils.

Der Akoya Hopfen

Der Akoya Hopfen ist eine relativ neue Sorte aus Deutschland. Sie ist die Antwort auf den Klimawandel und gilt als sehr gute Alternative zum Perle Hopfen. Akoya ist in der Lage, mit den neuen Witterungsbedingungen durch den Klimawandel umzugehen und liefert einen konstant höheren Ertrag bei vergleichbarem Aromaprofil.

Experten sahen nach einer Blindverkostung zwischen Perle und Akoya kaum Unterschiede. [1] Ich persönlich mag den Perle Hopfen sehr gerne, weshalb ich mich auf diesen Hopfen sehr freue.

Passende Bierstile für Akoya Hopfen Rezepte

Der Akoya Hopfen passt sehr gut zu untergärige und saubere Biere, bei denen sich das feine Hopfenaroma gut präsentieren kann. Dazu gehört natürlich das klassische Pils, aber auch ein Münchner Helles würde sehr gut passen.

Bildquelle: Hopsteiner.com

Im Prinzip könnt ihr ihn eigentlich bei allen klassischen Lagerbieren verwenden. Der Akoya Hopfen ist eigentlich ein Aroma Hopfen, kann aber mit den konstanten ~10% Alphasäure auch gut als Bitterhopfen eingesetzt werden.

  • Münchner Helles
  • Pilsner
  • sonstige Lager mit feinem Hopfenaroma

Das Aroma wird häufig hopfenwürzig nach Tee und grünen Früchten beschrieben. Auch kann es Noten von Pfeffer geben, wobei man nicht an Pfeffer denken soll, da der Gedanke an Pfeffer andere Reize in uns auslöst. Es geht ja hier nur um das Aroma.

Weitere Infos auf der Homepage von Hopsteiner.

Alternative Sorten zum Akoya Hopfen

Wie oben bereits erwähnt, haben Experten kaum sensorische Unterschiede zwischen Perle und Akoya festgestellt. Demnach gilt der Perle Hopfen für uns als erste Alternative!

Bildquelle: Hopsteiner.com

Aber es gibt noch weitere Sorten, die als gute Alternative zum Akoya Hopfen gelten:

  • Perle
  • Tradition
  • Aurora
  • Northern Brewer

Ihr seht, falls der Akoya Hopfen nicht vorliegt, könnt ihr auch eine Reihe anderer Sorten als Alternative nutzen. Man muss aber wirklich sagen, dass das Aroma von Akoya und Perle schon sehr speziell ist. Die anderen Hopfen würden zwar im Bier auch gut passen, sorgen aber für ein anderes Aroma.


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Akoya Hopfen Rezept

Um dem Akoya Hopfen vollumfänglich zu erleben, habe ich mich für ein Single Hop Pilsner entschieden.

Anders als ihr es vom Pils fürs Volk kennt, sollte dieses Bier möglichst trocken sein. Daher habe ich die Rezeptur an mein Pils für Ascheberg angelehnt.

Dieses Mal habe ich den Tipp von Boludo aus dem Hobbybrauer Forum befolgt. Demnach wird das Bier besonders trocken, wenn man die Betaamylase 20 Minuten verzuckern lässt und anschließend auf eine Kombirast bei 67°C. fährt. Die Alphaamylase erzeugt dann nämlich neuen Zucker für die Betaamylase, die ja bei dieser Temperatur noch arbeitet.

Ich habe eine Vorderwürzehopfung eingesetzt, da ich so einen Aroma- und einen Bitterstoff-Eintrag ins Bier erhalte. Gerade wenn man mit Hopfen bittert, der weniger Alphasäure hat, kann das sinnvoll sein, weil man so am Ende weniger Hopfen für die Aromagabe benötigt.

Um die volle Akoya Dröhnung zu erhalten, gehen noch 1,5g/l Akoya nach der Hauptgärung als Kalthopfung in den Gäreimer. Besonders wenn ein Bier lange lagern soll, bleibt dadurch relativ lange das Hopfenaroma vorhanden.

Akoya Pils
Charakter:
  • 21,5 Liter, 12,5°P 34 IBU 7 EBC
  • 5,4 %/vol Alkohol
  • 17,2 Liter Hauptguss
  • 13,9 Liter Nachguss
  • Ca=59ppm Mg=6ppm Cl=57ppm SO4=90ppm
Schüttung:
  • 92% Pilsner Malz
  • 5% CARAPILS®
  • 3% Weizenmalz hell
Maischplan:
  • 60°C Einmaischen
  • 57°C 5 Minuten
  • 64°C 20 Minuten
  • 67°C 30 Minuten
  • 78°C Abmaischen
Kochen (90 Minuten):
  • (VWH) 60 Min. 21,5g Akoya (9,7% Alpha)
  • 5 Min. 30,7g Akoya (9,7% Alpha)
Keller:
  • Hefe: S-189 9-10°C
  • 1,5g/l (30,7g) Akoya Stopfen 5 Tage
  • Karbonisierung: 5.0g/l Co2
  • Lagern: 6 Wochen

Das Ergebnis

Akoya Pils Rezept

Akoya Pils Rezept der Schaum von oben

 

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Aussehen: Gold-gelb, feinporiger Schaum, hält lange an und haftet sehr gut am Glas. Bier ist klar.

Aroma: Süßlich, würzig, leichte Tee Note, frisch

Geschmack: Rezent, trocken aber trotzdem leicht süßlich. Bittere ist nicht zu stark, aber doch spürbar. Auch hier im Geschmack ist das Akoya Aroma zu finden

Fazit

Ich bin schon lange ein Fan von Perle und Tradition und daher hatte ich mich auch so sehr auf dieses Bier gefreut. Der Akoya überzeugt mich an allen Fronten.

Leckeres Pils Rezept

Das Aroma ist richtig klasse und mit den 10% Alphasäure kann man ihn sehr flexibel einsetzen. Wie hier gezeigt, funktioniert er im Single Hop super, aber ich wette man kann ihn auch sehr gut mit anderen Hopfensorten kombinieren, z.B. mit dem Herkules.

Durch den Tipp von Boludo ist das Pils wirklich schön trocken geworden. Die Bittere und das Hopfenaroma passen toll zu diesem schlanken Bier.

Ich spiele wirklich mit dem Gedanken, diese Rezeptur in Zukunft ausschließlich für Pilsner zu nutzen.

 

Quellen:

[1] https://brauwelt.com/de/themen/rohstoffe/641849-akoya-%E2%80%93-eine-antwort-auf-den-klimawandel, 22.03.2022


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Kommentare

Hallo Tobi,
der Akoya ist wirklich toll und ungestritten passt zu einem Singlehop Pils.

Hi Attila,

ja der Akoya überzeugt wirklich. Werde ich noch häufig benutzen.
VG