04.05.2022 | Rezeptbewertung

australian pale ale

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Wer von euch häufiger auf meinem Blog unterwegs ist weiß, dass ich ein Fan vom Buch „Hopfenliebe“ bin. Ich finde das Buch einfach klasse und deswegen habe ich auch gleich mal das Australian Pale Ale Rezept von Johann nachgebraut.

Australian Pale Ale Rezept

Am besten du kaufst dir das Buch Hopfenliebe (*) von Toni Nottebohm, denn es ist auch ohne das Rezept ein tolles Buch zum stöbern. Auf Seite 182 findet ihr das Rezept, welches ich an dieser Stelle aus urhebergründen nicht veröffentliche.

Das Bier hat folgenden Charakter: ~11°P, 2,5°P Restextrakt, 20 IBU, 5,5 EBC und 4,6 Vol.% Alkohol.

Es wird eine Kombirast gefahren, mit Pale Ale- und etwas Weizenmalz. Zusätzlich kommt noch etwas Carapils hinzu.

Als Hopfen kommt eine Kombi aus Galaxy und Vic Secret zum Einsatz. Das soll ein Aroma aus Ananas, Passionsfrucht, Sternfrucht und Zitronen aufbauen. Ich bin gespannt!

Für die Hefe kann man den Chico Stamm, also US-05 oder WY1056 etc. verwenden.

Natürlich kommt nach der Gärung noch Hopfen hinzu. 🙂

Interessante Bittergabe

Das Bittern in diesem Rezept ist anders als ich es bisher gemacht habe. Und zwar kommt überhaupt gar kein Hopfen beim Kochen ins Bier, sondern es wird komplett mit der Nachisomerisierung gearbeitet.

Es wird also erstmal gekocht und am Ende der Strom / das Gas abgestellt. Dann wird nicht gekühlt, sondern es kommt dann direkt der Hopfen rein und der Whirlpool wird angedreht.

Diesen lässt man dann 30 Minuten auslaufen und am Ende seiht man ab, oder kühlt alles in der Pfanne herunter.

Warum macht man das?

Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Wenn jemand diese Technik kennt, schreibt es mal als Kommentar. Aber ich habe eine Vermutung:

Gerade beim Bier, das sehr hopfenbetont ist, möchte man ein starkes Aroma und auch eine gute Bittere haben. Durch diese Variante erhält man die Aromaöle und die Bitterstoffe gleichzeitig durch nur eine Gabe.

Es verdampfen also keine Öle, wie bei sehr frühen Hopfengaben und man muss keine riesen Mengen Hopfen reinwerfen, wenn man nur mit einer Gabe am Ende bittern will.

Wie auch immer, ich sehe hier aber einen Nachteil: Das Abkühlen ist bei jedem und bei jeder Jahreszeit anders und daher kann die Nachisomerisierung mal so, mal so sein.

Wenn ich nach 30 Minuten immer noch über 80°C bin, dann wird das Bier immer bitterer. Wenn ich es aber im Winter braue, dann bin ich nach 10 Minuten schon unter 80°C und es kommen keine weiteren Bitterstoffe ins Bier.

Aber OK: Das Rezept funktioniert bei dem Wetter in Australien vielleicht konstanter 😉

Ergebnis vom Australian Pale Ale Rezept

Das Tolle an solchen Pale Ales ist, dass sie super schnell fertig sind. Nach der Gärung ins Keg oder in Flaschen, karbonisieren und dann nach wenigen Wochen Lagerung trinkfertig. Besser geht’s doch gar nicht oder? 🙂

 

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Aussehen: Hell gelb, Schaum baut sich hoch auf, hält mittelmäßig lang und haftet sehr gut am Glas

Aroma: Ananas ist dominant, kaum andere Aromen erkennbar

Geschmack: Leicht rezent, eher trocken aber weich, Bittere hoch und hängt etwas nach. Retronasal kommt wieder die Ananas durch, aber dieses mal etwas anders. Kein Alkohol erkennbar.

Fazit zum Australian Pale Ale Rezept

Tolles Pale Ale. Wer Ananas mag, ist hier richtig. Die anderen Aromen vom Galaxy und Vic Secret sind mir nicht sonderlich aufgefallen.

Frisch getrunken noch leicht nachhängend, rundet sich die Bittere aber nach ein paar Wochen Lagerung ab.

Das passt eigentlich ganz gut zum eher schlanken Körper und wäre auch Stil typisch für ein IPA.

Die eingesetzte Hopfen Kombination aus Galaxy und Vic Secret haben mir gut gefallen. Werde ich für andere Rezepte in der Zukunft im Hinterkopf behalten.

Danke fürs Lesen,

Tobi

 


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Kommentare

Hallo Tobi,

habvor kurzem erst deinen Blog entdeckt und finde ihn echt gut und interessant zu lesen!
Schöne Bilder, schöne Dokumentationen.
Dein Beitrag zum High Gravity NEIPA hat mich insperiert das auch mal zu brauen =)

Viele Grüße
Valentin

Hi Valentin,
toll, das freut mich sehr! Willkommen hier in unserer kleinen Community!
Das NEIPA war auch wirklich gut. Ich glaube, ich muss das demnächst noch einmal brauen. Wäre meine Liste nicht schon so lang 🙂

VG
Tobi