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21.02.2021 | Leserbier

Leserbier #1

Mit großer Freude kann ich euch ab heute eine komplett neue Beitragsreihe vorstellen: Die Leserbiere! Den Anfang macht das Beck Bräu, aber es werden noch viele folgen.

Vor einigen Wochen hatte ich einen Aufruf zum Einsenden von eurem Bier gestartet. Dem sind so einige gefolgt, sodass ich schon Schwierigkeiten hatte alles zeitlich zu koordinieren 😉

Das Leserbier ist eine ganz neue Beitragsreihe auf diesem Blog. Hier geht es einzig und allein um euch und euer Bier.

Die Beiträge sollen euch untereinander vernetzen und wir alle können nur von den Erfahrungen jedes Einzelnen lernen. Nutzt gerne die Kommentare zum gegenseitigen Austausch.

Die Aktion ist zeitlich nicht begrenzt! Du kannst jederzeit auch dran teilnehmen!

Beck Bräu

Nummer 1 der Leserbiere kommt von Bastian Beck, der auch unter Beck Bräu bekannt ist.

Er kommt aus der schönen Oberpfalz aus der Stadt Maxhütte-Haidhof, wo er auch sein Bier braut. Bastian ist der mit der Brille und braunem T-Shirt.

Basti Beck

Wenn er gerade kein Bier braut, dann arbeitet Bastian als Küchenleiter und betreibt ein Cateringunternehmen für Hochzeiten, Firmen- oder Geburtstagsfeiern. Außerdem bietet er mit seinem Team auch Kochkurse an.

Bier braut Bastian jetzt seit ca. 3 Jahren aktiv und gibt seit 2020 sogar eigene Braukurse.

Da er das Hobby inzwischen auch zum Beruf gemacht hat und die Biere käuflich zu erwerben sind, ist dieser Beitrag als „Anzeige“ betitelt.

Die Brauanlage

Beck Bräu wird hauptsächlich durch das Infusionsverfahren gebraut. Dazu verwendet Bastian einen 110 Liter Maischetopf mit Rührwerk und eingebauter Läuterhexe.

100l Brauanlage

Interessanterweise betreibt er diesen Topf mit einer Induktionsplatte. Ich hätte bei der Menge auf Gas getippt, da ich einer Induktionsplatte das nicht wirklich zutraue.

Aber es scheint zu funktionieren 🙂

Das Ausschlagvolumen liegt bei ca. 100 – 150 Liter.

Bastians ganze Brauanlage ist übrigens automatisiert. Die Pfanne wird über einen Inkbird gesteuert und selbst der Nachguss ist nicht mehr manuell. Hier verwendet Bastian einen Schwimmer als Schalter, der die Füllhöhe erkennt und entsprechend Nachgüsse gibt.

Vergoren wird in diesen großen 200 Liter Behältern. Ihr seht, auch hier ist alles automatisiert. Links sehe ich den Inkbird, der eine Gärtemperatur von 6°C anfährt.

200l Gärtank mit Heizung und Kühlung

 

Gärung

Bastian nutzt die durch die Automatisierung gewonnene Zeit am Brautag, um einen anderen vergorenen Sud in Flaschen abzufüllen.

Dazu hat er mit guten Freunden eine eigene Gegendruckabfüllanlage gebaut.

Gegendruckabfüllanlage

Leserbiere von Beck Bräu

Nun zu seinem Bier.

Bastian hat mir freundlicherweise gleich 2 Biere zugeschickt. Einmal ein Dunkel und ein Kellerbier. Außerdem lagen dem Paket noch eine selbstgemachte Marmelade und Senf bei.

In diesem Leserbier Beitrag habe ich die beiden Biere in separaten Foto-Shootings behandelt. Ich muss mal schauen, ob ich das in Zukunft auch so mache, oder ob ich das im gleichen Set mache. Es ist schon immer sehr aufwändig und außerdem gehen mir so die Ideen schneller aus 🙂

Dunkel

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Aussehen: Der Schaum ist sehr stabil und hält lange an. Er haftet gut am Glas und ist sehr feinporig. Die Farbe ist dunkelrot und das Bier hat sich sehr gut geklärt.

Aroma: Ein malziges und würziges Aroma wurde wahrgenommen. Es entsteht ein eher süßlich karamelliger Eindruck. Leichte Röstaromen kommen durch. Insgesamt ein frisches Aroma. Außerdem ist ein dezentes Hopfenaroma wahrnehmbar.

Geschmack: Leicht rezent mit geringerer Bittere im Antrunk. Das Dunkel kommt eher vollmundiger daher, ist aber nicht zu schwer für diesen Stil. Ein Malzgeschmack ist wahrnehmbar. Die Bittere im Abgang hängt etwas nach.

Fazit zum Dunkel: Das Dunkel hat mir sehr gut gefallen. Besonders das Aroma überzeugt mich hier. Die Kombination aus Malz- und dem süßlichen Karamellaroma gepaart mit der leichten kräuterigen Hopfennote passen sehr gut zusammen. Einzig und allein die Bittere im Abgang fand ich hier etwas zu lange nachhängend.

Rückmeldung von Bastian:

Das Beck Bräu Dunkel enthält den Nordbrauer Hopfen zum bittern, Perle zum Kochen und Tettnanger während des Ausschlagens.

Die Stammwürze beträgt ca. 11,5 °P , die IBUs liegen bei 26 und der Restextrakt bei 2,6°P. Das macht einen sEVG von 76%, die durch die W34/70 verknuspert wurden.

Malztechnisch gibt’s hier eine Mischung aus Pilsner, Münchner, Karamell und Röstmalz. Das Karamellmalz ist angeblich ein Cara Mahagoni, kenne ich gar nicht.

Kellerbier

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Aussehen: Der Schaum ist stabil und feinporig und mittelmäßig haftend. Farblich geht das Bier deutlich in Richtung Bernstein. Das Kellerbier ist stiltypisch naturtrüb.

Aroma: Malzig, mit leichten fruchtigen Nuancen. Das Bier ist ebenfalls aromatisch süß bzw. duftet nach Karamell. Es kommt eine würzige Hopfennote durch.

Geschmack: Rezent mit weichem Mundgefühl im Antrunk. Auch das Kellerbier ist eher vollmundig. Ich erkenne ein leichtes Keks-ähnliches retronasales Aroma, könnte aber auch Karamell sein. Die Bittere kommt hier nur ganz dezent hervor. Der Abgang ist nicht nachhängend.

Fazit zum Kellerbier: Auch das Kellerbier hat mir ganz gut gefallen. Es ist süffig und regt zu einem weiteren an. Das Aroma ist nicht zu komplex, dennoch ansprechend. Kann mir vorstellen, dass das Bier auch gut bei Pils-Trinkern ankommt.

In Summe könnte es aber nach meinem Geschmack etwas bitterer sein. Auch würde ich die Karbonisierung etwas reduzieren, da Kellerbiere in der Regel etwas weniger rezent sind, aber das ist alles Geschmackssache.

Beide Biere haben übrigens das typische W34/70 Aroma. Nachdem ich diese Hefe lange Zeit verwendet habe, kann ich das wirklich schon gut erkennen. Daher habe ich bei meinem Pils Rezept –  Pils für Ascheberg einmal die S-189 ausprobiert, welche meiner Meinung nach viel sauberer vergärt.

Aber auch das ist Geschmackssache 🙂

Rückmeldung von Bastian zum Kellerbier:

Interessanterweise besteht das Kellerbier aus den gleichen Zutaten, wie das Dunkel. Auch die Stammwürze und die IBUs sind gleich.

Der Restextrakt liegt hier bei 3,5%, was deutlich höher ist als beim Dunkel. Das wären ein sEVG von 69%. In diesem Rezept wurden wohl viele nicht-vergärbare Zucker erzeugt.

Malz Marmelade und Biersenf

Bastian hatte mir auch 2 kleine Gläschen von seiner selbstgemachten Malzmarmelade und des Biersenfs beigelegt.

Hatte ich in der Form noch nicht probiert, doch beides war super lecker!

Beck Bräu Malzmarmelade und Biersenf

Danksagung von Bastian

BierkistenZunächst bedankt er sich bei seiner Frau Hildegard, die ihn bei seinem Vorhaben komplett unterstützt.

Am Ende bedankt sich Bastian auch bei seinen guten Freunden Christian M. und Guido L., die ihm mit der Programmierung der Abfüllanlage helfen.

Außerdem schätzt er u.a. die Unterstützung von Anton S. während der langen Brautage.

Mache auch du mit!

Noch kann ich weitere Biere empfangen, auch wenn ich schon mehr als 10 Zusagen bekommen habe. Die Aktion läuft noch eine Weile. Bei Interesse, lies einmal diesen Beitrag.

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