03.08.2019 | EtikettenInfos

Einleitung

Teil 1 dieses Tutorials führte alle Basics auf, die für dein eigenes Etikett notwendig sind. Du hast an dieser Stelle also dein Etikett fertig designt und möchtest es jetzt auf die Flaschen aufbringen. Dieser Teil 2 des dreistufigen Tutorials beschäftigt sich mit dem Ausdrucken, Zuschneiden und dem Aufbringen auf die Flaschen.

Dieses Tutorial ist in 3 Artikel aufgeteilt:

  1. Ein einfaches Etikett mit Inkscape
  2. Das Ausdrucken, Schneiden und Auftragen von Etiketten
  3. Ein fortgeschrittenes Etikett mit Gimp und Inkscape

Eigenes Etikett exportieren

Nachdem das Etikett nun designt ist, musst du es aus Inkscape exportieren. Dazu klickst du einfach im Datei-Menü auf „PNG-Bild exportieren…“. Es sollte sich folgendes Menü auf der rechten Seite öffnen.Nun stellt sich heraus, ob du dich auch an alles aus dem ersten Teil gehalten hast 🙂 Wenn du als Exportbereich Seite auswählst, dann sollten die zuvor eingestellten Maße 10x10cm ausgewählt sein. Das bedeutet, dass das exportierte PNG ausschließlich Inhalte exportiert, die genau auf diesem Bereich positioniert wurden. Hast du dich hingegen entschieden, dein Etikett während des Zeichnens größer zu gestalten und hast die Seiteneinstellungen nicht verändert, dann sieht dein Ergebnis wahrscheinlich nicht so aus wie du es dir vorstellst.

Alternativ kannst du auch einfach alles was du exportieren möchtest markieren und dann oben Auswahl auswählen. Damit erzielst du den gleichen Effekt und Objekte außerhalb des Druckbereichs werden nicht abgeschnitten.

In diesem Fenster hast du auch die Möglichkeit, die finale Größe des Bildes zu verändern. Ich habe mir aber angewöhnt, nichts an den Einstellungen zu verändern und skaliere das Bild später herunter.

Zum Schluss wählst du dann noch den Speicherort aus und klickst auf Exportieren.

Ausdrucken

Theoretisch kannst du das Etikett nun einfach ausdrucken, aber in der Regel möchte man ja mehr als nur ein Etikett ausdrucken. Damit du nicht pro Etikett ein A4 Blatt verschwendest, sollten bis zu 6 Etiketten auf ein Blatt gedruckt werden.

Zum Anordnen der Etiketten verwende ich immer Word, aber LibreOffice o.Ä. sollten auch funktionieren. Wichtig ist, dass du die Seitenränder konfigurieren kannst. Das ist natürlich immer abhängig vom Drucker, daher meine Einstellungen nur als Beispiel:

Wichtig ist halt, dass du zwei Etiketten im Hochformat nebeneinander platzieren kannst. Da DIN A4 eine Breite von 21cm hat und dein Drucker wahrscheinlich nicht bis an den Rand drucken kann, wird es schon recht eng bei 10x10cm Etiketten. Es funktioniert aber in der Regel. Falls nicht, kannst du die Etiketten natürlich auch einfach etwas kleiner machen.

Wenn du jetzt dein Bild ins Dokument einfügst, sollte es genau die Maße von 10x10cm haben. Durchs Markieren und STRG + C und STRG + V, kannst du nun schnell 5 weitere Kopien erzeugen.

Das war es auch schon. Jetzt kannst du es entweder direkt drucken, oder als PDF abspeichern und zur Druckerei bringen.

Zuschneiden

Dieser Schritt ist eigentlich recht selbsterklärend. Wie du die Etiketten wieder aus dem A4 heraustrennst, ist eigentlich egal. Hier geht es in erster Linie um die Zeitersparnis durch Verwendung von Hilfsmitteln. Das Ausschneiden einer Schere dauert mit Sicherheit länger, als mit einem vernünftigen Schneidewerkzeug. Du kannst es natürlich auch ausprickeln 🙂

Ich verwende immer dieses Schneidewerkzeug. In wenigen Minuten sind alle Etiketten abgetrennt und können aufgetragen werden.

Eigenes Etikett auftragen

Der letzte Schritt ist dann das Auftragen der Etiketten auf die Flaschen. Hier gibt es viele Möglichkeiten und ich selbst habe auch schon einiges ausprobiert.

Zusammenfassend kann ich sagen: Lasst die Finger von selbstklebenden Etiketten. Es klingt toll: Ausdrucken, abziehen und direkt aufkleben. Eine vermeidlich super Zeitersparnis. Der Ärger kommt dann, wenn alle Flaschen ausgetrunken wurden und wiederverwendet werden sollen. Etiketten aus der Industrie lassen sich nach einer kurzen Zeit des Einweichens einfach abziehen. Diese selbstklebenden Etiketten bleiben aber dran und es kommt noch schlimmer: Sie reißen nach wenigen Millimeter ein und hinterlassen viele Schnipsel auf der Flasche.

In der Regel bekommt ihr auch nicht unbedingt das Maß, was ihr für eure Etiketten benötigt. Wenn du dann auf A4 selbstklebend zurückgreifst, dann musst die die Etiketten wieder ausschneiden. Das führt dazu, dass das ablösen von der Trägerfolie zur Fummelarbeit wird. Außerdem sind die auch noch teurer als normales Papier.

Ich empfehle die Verwendung von dünnem Kopierpaper und Milch als Kleber. Milch hat jeder zuhause, ist einfach zu handhaben und klebt beim richtigen Auftragen sehr fest. Außerdem lässt es sich nach wenigen Minuten Einweichen einfach abziehen. 80g oder 60g Papier eignen sich hier sehr gut, wobei 60g schon grenzwertig ist und beim Abziehen leichter einreißt.

Im Bild oben siehst du, dass ich immer ein kleines Schälchen mit Milch vorbereite, in das ich die Etiketten für ca. 10 Sekunden einweichen lasse. Lasse sie ruhig richtig nass werden, dann haften Sie später besser. Das ist aber Erfahrungssache. Denn wenn du sie zu lange einweichen lässt, dann rollen Sie sich auf, was nicht schlimm ist, aber etwas nervig sein kann.

Dann legst du das Etikett auf die Flasche…

… drückst es mit den Fingern in der Mitte fest…

… und streichst es nach Außen glatt.

Da Milch zu unangenehmen Gerüchen führen kann, streiche die überschüssige Milch mit einem Küchentuch ab. Versuche möglichst wenig Milch an den Flaschen zu behalten. Du kannst das Etikett mit dem Küchentuch auch etwas aufdrücken, aber streiche die Milch nicht zu stark herunter und lass sie ruhig etwas „dicker“ drauf. Das erhöht die Stabilität erfahrungsgemäß ungemein.

Das wars auch schon. Jetzt ist die Flasche beklebt und kann zurück in die Kiste zum Trocknen gebracht werden. Wenn die Milch aushärtet haftet das Etikett sehr gut. Den Prozess kannst du noch etwas beschleunigen, indem du eine zweite Schale mit Milch vorlegst und während des Auftragens schon das nächste Etikett einweichen lässt. Dann geht das Ganze recht schnell.

 

Ich hoffe dir hat dieser Teil gefallen. Du hast nun alles gelernt, was du für deine eigenen Etiketten benötigst. Der dritte Teil des Tutorials beschäftigt sich dann mit Etiketten, die etwas komplizierter sind. Als Vorgeschmack schaue dir einfach mal das Etikett hier im Teil 2 noch einmal an. Dort siehst du die Frauenkirche aus München leicht im Hintergrund. Wann Teil 3 kommt, kann ich noch nicht sagen. Lass dich überraschen 🙂

Bis dahin schau dir doch einfach mal den Artikel über das Münchner Dunkel – Dunkles Lager an, jetzt, wo du schon die ganze Zeit das Etikett begutachtest hast 😉

 


Kommentar schreiben

Kommentar

Wenn du auf meinem Blog kommentierst, werden die von dir eingegebenen Formulardaten (und unter Umständen auch weitere personenbezogene Daten, wie z. B. deine IP-Adresse) an unseren Server übermittelt. Mehr Infos dazu findest du in meiner Datenschutzerklärung (Link)

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen