Mann misst mit einem Thermometer die Maische im 9er Braukessel auf dem Induktionsherd in der Küche

Bier brauen Ablauf: Dein erster Brautag Schritt für Schritt

TLDR: Bier brauen Ablauf für kleine Sude

Ein Brautag mit kleinem Sud läuft im Prinzip genauso ab wie ein großer, nur schneller. Mit Routine brauche ich für ca. 10 Liter ca. 3 Stunden inkl. Aufräumen, da sich viele Schritte überschneiden. Beim ersten Mal solltest du mehr Zeit einplanen und Rezept und Malz schon am Vorabend vorbereiten. Am wichtigsten sind beim kleinen Sud die richtige Malzmenge für deinen Korb und genug Zeit zum Absetzen vor dem Umfüllen.

Wenn ich in der Küche braue, dann stelle ich als Erstes den Topf mit 10-11 Liter Wasser auf den Herd und drücke auf Boost. In der Zeit schrote ich in der Garage das Malz und wenn ich wieder reinkomme, dann ist das Wasser häufig schon auf Einmaischtemperatur 🙂

Diese Überschneidungen machen einen kleinen Sud so schnell, aber beim ersten Mal kennt man sie natürlich noch nicht. In diesem Beitrag zeige ich dir den Bier brauen Ablauf für deinen ersten kleinen Sud mit ca. 10 Liter, vom Vorabend bis zum Gäreimer und mit meinem Zeitplan zum Ausdrucken.

Wie lange dauert ein Brautag mit kleinem Sud?

Mit Routine brauche ich für ca. 10 Liter Würze ca. 3 Stunden, inkl. Aufräumen. Beim ersten kleinen Sud solltest du aber mehr Zeit einplanen, da du den Ablauf noch nicht kennst.

Auf meiner großen Anlage war ich für 20 Liter früher 5-6 Stunden beschäftigt und gut optimiert dann immer noch 4-5 Stunden. Einsteigerseiten nennen für den Brautag in der Regel sogar 4-8 Stunden.

Beim kleinen Sud sparst du die Zeit vor allem beim Aufheizen. 10 Liter Wasser sind auf meiner 3,5kW Herdplatte in ca. 15 Minuten auf Einmaischtemperatur. Auf der großen Anlage hat das bei 20 Liter 1 Stunde gedauert. Wie das mit 20 Liter abläuft, zeige ich dir in meiner Brauanleitung.

Den Rest holt man über Überschneidungen raus. Während die Maische rastet, wiege ich den Hopfen ab und während der Korb abtropft, heizt der Herd schon wieder. Die Rasten selbst dauern beim kleinen Sud natürlich genauso lange wie beim großen.

Wo genau ich beim kleinen Sud die Zeit spare, habe ich im Beitrag Eine Kiste Bier in 3 Stunden aufgeschrieben. Mit dem Brautag ist dein Bier allerdings noch nicht fertig. Bis es im Glas ist, vergehen noch ca. 6 Wochen.

TOBIS TIPP:

Für den allerersten Brautag würde ich mir etwas mehr als 3 Stunden Zeit reservieren, einfach für den Notfall, falls du irgendwas noch nicht so richtig verstanden hast. Die Geschwindigkeit kommt ja dadurch, dass man Sachen überschneiden lässt, also das Aufheizen und schon mal vorbereiten. Beim ersten Mal weiß man vielleicht noch nicht so den Ablauf. Da würde ich mir auf jeden Fall mehr Zeit nehmen, damit du nicht in Stress gerätst, wenn du um 23 Uhr immer noch nicht fertig bist.

Was du am Vorabend vorbereitest

Am Vorabend erledigst du alles, was ohne Herd geht: Rezept durchrechnen und ausdrucken, Malz abwiegen und schroten und den Gäreimer desinfizieren. Wenn das alles schon fertig ist, bist du am Brautag noch schneller durch.

Am wichtigsten ist beim kleinen Sud die Malzmenge. Im Korb hat nur eine begrenzte Menge Malz Platz und die Schüttung muss genau zu deinem Topf passen. Für ein normales Vollbier mit ca. 9 Liter landest du in der Regel bei ca. 2-2,5 kg Malz.

TOBIS TIPP:

Gerade bei so kleinen Batches ist das vielleicht sogar noch wichtiger als alles andere: Man gibt schnell zu viel Malz rein. Du hast nur eine gewisse Menge an Malz, die du reingeben kannst, da du diesen Korb im Topf hast und ganz viele Toträume. Zu viel Wasser darfst du aber auch nicht reingeben, sonst läuft die Maische nach dem Einmaischen über den Korb. Dann kannst du dir den Korb auch sparen, weil du eh alles vermischt hast. Deswegen vorher genau ausrechnen und nicht zu dick einmaischen, denn das zerstört auch die Sudhausausbeute.

Hast du keine Mühle, dann bestellst du das Malz einfach geschrotet. Geschrotetes Malz hält sich ohne Probleme ein paar Wochen, also kannst du es auch schon eine Weile vorher kaufen.

Das Wasser messe ich übrigens erst am Brautag ab, da ich den Topf einfach auf die Küchenwaage stelle. Für eine Kiste Bier sind das bei mir 10-11 Liter Hauptguss und ca. 3-4 Liter Nachguss.

Außerdem räume ich vorher die Spülmaschine aus, damit nachher Topf und Korb reinpassen. Kühlst du im Eisbad, dann leg am Vorabend noch ein paar Flaschen Wasser ins Gefrierfach (natürlich aus hartem Kunststoff). Tipp: Ich verwende zum Abkühlen immer die eingefrorene Würze, die ja eh schon in Flaschen portioniert ist.

Was du für den ersten kleinen Sud brauchst

Für den ersten kleinen Sud brauchst du einen Topf mit Korb oder Maischesack, ein Thermometer, ein Refraktometer und einen Gäreimer. Vieles andere hast du in der Regel schon in der Küche.

Die komplette Liste sieht wie folgt aus:

  • Topf mit Malzkorb oder Maischesack
  • Isolierung, z.B. Neoprenmantel, Isomatte oder eine dicke Decke
  • Thermometer
  • Refraktometer
  • Küchenwaage
  • Wasserkocher und Messbecher für den Nachguss
  • Hopfenkorb (Hop Spider)
  • Gäreimer mit Deckel und Gärröhrchen
  • Eis für die Spüle oder eine Kühlspirale
  • Desinfektionsmittel z.B. San Nachspüler oder Oxi Reiniger

Ich braue mit dem 9er, also einer kompakten Küchenbrauanlage mit Korb und Neoprenmantel. Den habe ich selbst gebaut und inzwischen gibt’s ihn auch bei mir zu kaufen.

Für den Anfang reicht aber auch ein großer Topf mit Maischesack. Beim Brauen im Sack (englisch Brew in a Bag, kurz BIAB) ziehst du den Sack nach dem Maischen raus und sparst dir das klassische Läutern. Ein Einkocher geht natürlich auch, ist allerdings in der Regel für ca. 20 Liter gedacht.

Beim Messen würde ich dir ein Refraktometer anstelle einer Spindel empfehlen. Für die Spindel brauchst du einen ganzen Messzylinder voll Würze, was bei 10 Liter schon ins Gewicht fällt. Fürs Refraktometer reicht ein Tropfen.

Was deine Küche sonst noch können muss (Stichwort Abzugshaube!), steht im Beitrag Bier brauen in der Küche.

Bier brauen Ablauf Schritt für Schritt

Der Brautag läuft beim kleinen Sud im Prinzip wie beim klassischen Brauen, vom Einmaischen bis zum Anstellen der Hefe. Es unterscheidet sich nicht wesentlich, aber beim Temperatur halten und beim Läutern mit Korb gibt es ein paar Unterschiede.

Aufheizen und Einmaischen

Zuerst kommen Wasser und Korb in den Topf und der Herd läuft auf voller Leistung. In der Zeit schrotest du das Malz oder stellst es bereit.

Digitalthermometer misst die Temperatur der schäumenden Maische im Topf mit eingehängtem Sieb auf dem Herd

Ist das Wasser auf Einmaischtemperatur (bei mir in der Regel ca. 67°C), dann kommt das Malz in den Korb und wird gut eingerührt. Danach kommt der Mantel drum und die Rast läuft.

Maischen und Temperatur halten

Ich maische beim kleinen Sud in der Regel mit einer Kombirast, also einer einzigen Rast von ca. 60 Minuten. Dann musst du keine Temperatur hochfahren, sondern nur halten. Ob Kombirast oder 2 Rasten, macht für uns Hobbybrauer in meinen Augen kaum einen Unterschied.

Beim 9er hält die Temperatur fast von alleine. Zwischen Korb und Topfwand ist eine Menge Flüssigkeit, die von der Maische abgetrennt und in der Regel heißer ist. Diese thermische Batterie gibt nach und nach Wärme an die Maische ab und mit dem 5mm Neoprenmantel habe ich kaum Wärmeverluste.

Nach einer halben Stunde schaue ich einmal nach der Temperatur und heize, wenn überhaupt, etwas nach. Den Rest der Zeit kannst du rühren oder etwas anderes machen, z.B. den Hopfen abwiegen.

Mit einem normalen Topf und Sack sieht das anders aus. Eine kleine Maische reagiert zwar schnell auf die Herdplatte, kühlt aber auch schnell wieder ab. Pack den Topf daher in eine dicke Decke und schau öfter mal aufs Thermometer.

Der klassische Fehler ist zu viel Hitze. Am Anfang musst du natürlich Vollgas geben, aber gibst du beim Nachheizen zu viel drauf, dann überschießt du schnell die Temperatur. Das wieder einzuregeln dauert etwas und wenn es zu stark ist, kann es deine Enzyme denaturieren.

Wichtig ist, dass du beim Heizen rührst! Sonst ist die Maische unten am Topfboden viel heißer als oben. Das gilt zumindest für den klassischen Sack. Beim Korb hast du in der Regel einen Totraum unter dem Korb, wo nichts anbrennen kann.

Bevor du den Korb hochziehst, solltest du beim ersten Sud eine Jodprobe machen. Dafür kommen ein paar Tropfen Maische auf einen weißen Teller und ein Tropfen Jod dazu. Färbt sich nichts mehr dunkelblau, dann ist die Stärke verzuckert und die Maische jodnormal.

Bei mir erinnert die 9er Brauwerkstatt App daran, wann die Rast vorbei ist. Ein Küchenwecker tut es aber genauso.

Läutern mit Korb oder Sack

Beim kleinen Sud läuterst du nicht im Läutereimer, sondern ziehst einfach den Korb hoch. Ich hänge ihn in die Haken am Topfrand, lasse ihn abtropfen und gebe dann ca. 3-4 Liter Nachguss in 2 Portionen über den Treber.

Dunkle Bierwürze mit Schaum und Treber in einem Sieb über einem Edelstahltopf, ein Holzlöffel schiebt den Treber zusammen

Den Nachguss mache ich im Wasserkocher. Ca. 2/3 kochendes Wasser kommt in einen Messbecher, dazu ca. 1/3 kaltes Wasser und schon habe ich eine gute Nachgusstemperatur.

Während der Korb abtropft, steht der Herd schon wieder auf Boost. Ist der Nachguss durch, dann bin ich fast am Kochen.

Danach nehme ich den Deckel vom Topf, drehe ihn um und stelle den Korb darauf. So tropft auf dem Weg zur Spüle nichts auf den Boden 🙂

Mit einem Maischesack geht das genauso, nur musst du den Sack eine Weile halten, bis er abgetropft ist. Wie das mit dem Sack klappt, zeige ich dir im Beitrag Brew in a Bag mit Maischesack.

Würze kochen und Hopfen geben

Gekocht wird 60 Minuten ohne Deckel. Kritisch ist vor allem der Anfang, denn wenn die Würze da überkocht, dann hast du ein Problem.

Topf mit kochender Würze auf dem Induktionsfeld, daneben zwei Gläser Hopfenpellets, Holzlöffel und Spindeln auf einem Tuch

Ab ca. 95°C bildet sich eine Schaumdecke und spätestens dann solltest du danebenstehen. Ich rühre den Schaum oben mit dem Löffel immer wieder ein. Alternativ machst du einfach kurz die Platte aus.

Den Hopfen gebe ich in einen Hopfenkorb, den sog. Hop Spider. Dadurch bleibt viel weniger Trub im Topf. Die erste Hopfengabe zu Kochbeginn bringt die Bittere, die späten Gaben bringen das Aroma.

Warum ohne Deckel? Beim offenen Kochen verdampft Dimethylsulfid (DMS), das sonst nach gekochtem Gemüse schmeckt. Mit Deckel kochen ist daher ein klassischer Anfängerfehler. Das ist allerdings auch der Dampf, der aus der Küche raus muss.

Während der Kochzeit desinfizierst du schon den Gäreimer und räumst etwas auf. An die Hopfengaben erinnert mich die 9er Brauwerkstatt App.

Kühlen und absetzen lassen

Nach dem Kochen muss die Würze erst unter 80°C und dann auf Anstelltemperatur, bei obergärigen Bieren ca. 20°C. Am einfachsten geht das mit einer Kühlspirale, also einem Eintauchkühler.

Meine Kühlspirale habe ich noch aus meiner alten Brauzeit. Damit bin ich in einer halben Stunde auf Anstelltemperatur. Angeschlossen ist sie allerdings in der Garage, also trage ich den Topf mit ca. 11-12 kg rüber.

Ohne Kühlspirale geht’s im Eiswasserbad in der Spüle. Das Eiswasser setzt du ca. 15 Minuten vor Kochende an, nimmst den Mantel ab und stellst den Topf rein. Unter Rühren bist du so in 1-2 Minuten unter 80°C.

Danach wechselst du das Wasser 1-2 Mal, machst den Deckel drauf und lässt den Topf 2-3 Stunden stehen. Bei obergärigen Bieren bist du dann auf Anstelltemperatur.

Schneller kühlen ist natürlich besser, da die Würze dann kürzer im kritischen Temperaturbereich steht. Ich habe das am Anfang trotzdem immer im Eisbad gemacht und das geht genauso gut.

Machst du einen Whirlpool mit Aromahopfen, dann kommt der Hopfen erst unter 80°C dazu. Wichtig ist außerdem, dass sich der Trub vor dem Umfüllen absetzt. Beim langen Stehen im Eisbad passiert das von alleine und nach der Kühlspirale wartest du einfach noch eine halbe bis ganze Stunde.

Umfüllen und Hefe anstellen

Ist die Würze auf Anstelltemperatur, kippst du sie in den desinfizierten Gäreimer und gibst die Hefe dazu. Beim 9er geht das über den Abtropfrand, ohne dass etwas an der Seite runterläuft.

Das Aufstreuen der Hefe ist übrigens auch nicht ganz optimal und sollte durch Hefe rehydrieren optimiert werden. Für deinen ersten Sud streue die Hefe aber gerne einfach auf.

Trockenhefe rieselt aus einem gelben Päckchen auf die schäumende Bierwürze in einem weißen Gäreimer

Das Plätschern dabei ist übrigens nicht schlimm, auch wenn einige von euch davor Angst haben. Bei Trockenhefe musst du nicht extra belüften und bei Flüssighefe oder Erntehefe ist das Plätschern sogar gut. Die Hefe verarbeitet den Sauerstoff wieder.

Vor der Hefe misst du noch die Stammwürze. Mit dem Refraktometer reicht dafür ein Tropfen. Wie du richtig misst, zeige ich dir im Beitrag Stammwürze messen.

Einen Hefestarter brauchst du bei ca. 10 Liter nicht. Ein Päckchen Trockenhefe oder Flüssighefe kommt direkt rein. Ob und wie du Trockenhefe vorher rehydrierst, steht im Beitrag Trockenhefe rehydrieren.

Dann kommt der Deckel mit Gärröhrchen drauf und der Gäreimer an einen ruhigen Platz, bestenfalls in einen umgebauten Kühlschrank, der als Gärschrank funktioniert. Damit ist der Brautag im Sudhaus durch.

Aufräumen

Aufräumen geht beim kleinen Sud sehr schnell, da Topf, Korb und Hop Spider in die Spülmaschine passen. Bei mir ist das in der Regel 5 Minuten Arbeit 🙂

Bei meinen ersten Suden auf der selbstgebauten Anlage war das der Moment, wo ich dachte, das Ding hat Potenzial. Super schnell und ohne Kleckerei ein geiles Bier gebraut und am Ende alles in die Spülmaschine.

Wichtig: Erst reinigen, dann desinfizieren. Alles, was nach dem Kochen mit der kalten Würze in Kontakt kommt, muss desinfiziert sein, also z.B. der Gäreimer mit Gärröhrchen.

Dein Zeitplan zum Ausdrucken

Mit meinem Zeitplan komme ich für ca. 10 Liter auf ca. 3 Stunden. In der rechten Spalte steht, was du nebenbei erledigst, da dort die meiste Zeit gespart wird.

SchrittMinutenNebenbei
Wasser abmessen und aufheizen15Malz abwiegen und schroten
Einmaischen und Kombirast65Hopfen abwiegen, Nachguss vorbereiten, Jodprobe
Korb hochziehen und Nachguss15Herd heizt schon auf
Aufheizen bis zum Kochen15Korb in die Spüle bringen
Kochen mit Hopfengaben60Eisbad ansetzen, Gäreimer desinfizieren
Kühlen unter 80°C im Eisbad2Whirlpool, wenn das Rezept einen hat
Abkühlen auf Anstelltemperatur120-180läuft ohne dich
Umfüllen und Hefe anstellen5Stammwürze messen
Reinigen5Topf, Korb und Hop Spider in die Spülmaschine

Die Zeiten sind meine Werte mit dem 9er auf meiner Herdplatte. Das Abkühlen im Eisbad ist bei den 3 Stunden nicht mitgerechnet, da es ohne dich läuft.

Beim ersten Mal würde ich auf jede Zeile etwas Puffer packen. Druck dir die Tabelle einfach aus, leg sie neben den Herd und hake jeden Schritt ab.

Wie lange dauert es bis ins Glas?

Nach dem Brautag dauert es bei einem obergärigen Bier noch ca. 6 Wochen bis ins Glas. Die Hauptgärung braucht bei einem Ale ca. 7-14 Tage.

In der Zeit musst du den Gäreimer nicht ständig öffnen. Ein Blick aufs Gärröhrchen alle paar Tage reicht völlig.

Ob die Gärung durch ist, siehst du mit dem Refraktometer. Bleibt der Wert 3 Tage gleich, dann kannst du abfüllen. Füllst du zu früh ab, dann baut sich in den Flaschen zu viel Druck auf.

In den Flaschen startet mit etwas Zucker die Nachgärung, was ca. 14 Tage bei Zimmertemperatur dauert. Danach lagert das Bier im Kühlschrank mindestens 7 Tage, besser 4-6 Wochen. Wie lange welches Bier reifen und lagern sollte, steht in meiner Lagerzeit Tabelle.

Der Abfülltag ist beim kleinen Sud übrigens auch schneller vorbei. 10 Liter sind gerade mal eine Kiste mit 20 Flaschen oder 1x 9,5l NC Keg 🙂

Fazit zum ersten kleinen Sud

Der kleine Sud ist in meinen Augen der beste Einstieg ins Bierbrauen, da du an einem Abend den kompletten Bier brauen Ablauf lernst. Den ganzen Brautag und wie man eigene Rezepte schreiben kann, zeige ich dir im Endvergärer Braukurs. Ich selbst braue inzwischen nur noch auf dem 9er, den du dir auf der 9er Seite anschauen kannst.

Allen Einsteigern wünsche ich gut Sud und bis zum nächsten Beitrag,

Häufige Fragen

Wie lange dauert ein Brautag mit 10 Liter?

Mit Routine brauche ich für ca. 10 Liter ca. 3 Stunden inkl. Aufräumen. Beim ersten Sud würde ich mehr Zeit einplanen, da die Überschneidungen noch nicht sitzen. Das Abkühlen im Eisbad läuft danach noch 2-3 Stunden ohne dich.

Welche Schritte hat ein Brautag?

Ein Brautag läuft in der Reihenfolge Einmaischen, Maischen, Läutern, Kochen, Kühlen und Hefe anstellen. Beim kleinen Sud ziehe ich zum Läutern einfach den Korb hoch und gebe den Nachguss drüber. Danach kommen noch Gärung und Reifung in der Flasche.

Brauche ich für den ersten Sud einen Läuterbottich?

Für einen kleinen Sud brauchst du keinen Läuterbottich. Ich ziehe einfach den Korb hoch und mit einem Maischesack geht das genauso. Klassisch läutern würde ich in der Küche eher nicht.

Wie viel Malz brauche ich für 10 Liter Bier?

Für ein normales Vollbier mit ca. 9 Liter brauche ich ca. 2-2,5 kg Malz. Wichtig ist, dass die Schüttung in deinen Korb passt, sonst läuft die Maische über. Rechne das Rezept daher vorher genau aus.

Brauche ich bei 10 Liter einen Hefestarter?

Bei ca. 10 Liter brauche ich keinen Hefestarter. Ein Päckchen Trockenhefe oder Flüssighefe kommt bei mir direkt in den Gäreimer. Bei 20 Liter reicht ein Beutel Flüssighefe dagegen oft nicht aus.

Was sind typische Fehler beim ersten Brautag?

Typisch sind zu viel Hitze beim Nachheizen, Überkochen zu Kochbeginn und zu frühes Umfüllen mit viel Trub. Beim kleinen Sud kommt noch zu viel Malz im Korb dazu. Weitere Fehler habe ich in meinen Top 6 Anfängerfehlern gesammelt.

Autor

  • Tobias Meyknecht, Malzknecht

    Tobias Meyknecht ist der Gründer und Autor von Malzknecht, einem Blog für Hobbybrauer, die tiefer in die Kunst des Brauens eintauchen möchten. Mit über 10 Jahren Erfahrung im Bierbrauen konzentriert sich Tobias auf praktisches Handwerkswissen und experimentelle Brauverfahren.

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