28.02.2021 | Leserbier

Dunkles Böckchen Leserbier #2
Hi und willkommen zum zweiten Leserbier hier auf dem Blog. Dieses mal riskieren wir einen Blick in die ARSCH Feine Biermanufaktur.

Vielversprechender Name, findest du nicht auch? 🙂

Los geht’s!

Wer sind die Brauer?

Dieser doch sehr skurrilere Name leitet sich von den beiden Hobbybrauern JĂŒrgen Artmann und Axel SchĂ€fer ab. Die beiden kommen aus dem schönen DĂŒlmen, hier bei mir um die Ecke.

Asch Feine Braumanufaktur

Mit derzeit 3 erfolgreichen Suden zĂ€hlen JĂŒrgen und Axel sich selber noch zu den Einsteigern, haben meiner Meinung nach aber schon sehr viel gelernt und richtig gemacht.

Eine WaschkĂŒche wurde kurzerhand zur Brauerei umfunktioniert und dient den beiden seit dem ersten Sud als zuverlĂ€ssiges Sudhaus.

Frei nach dem Motto “Keep it smart and simple” brauen JĂŒrgen und Axel mit den einfachsten Mitteln und ohne viel Schnick Schnack. Außerdem wird hier mit viel Herzblut gearbeitet, was man nicht zuletzt an den unglaublich detaillierten Braudokumentationen sieht.

Ich muss zugeben, dass mir der Stil und der Umgang mit dem Hobby der beiden sehr imponiert.

BodenstĂ€ndig und ein klein wenig verrĂŒckt 🙂

Das erste Bier

Der ganze Spaß hat mit dem Rezept von brauanleitung.de begonnen. Das Resultat hat alle ĂŒberzeugt. Es ist ein super sĂŒffiges Bier geworden, obwohl und vielleicht genau weil die beiden das Ursprungsrezept mit eigenen Nuancen verfeinerten.

NatĂŒrlich lĂ€uft beim ersten Sud nicht alles glatt, aber so wie ich es wahrgenommen habe, sind beide mit dem Brautag zufrieden. Das Ergebnis ist damals auch im Bekanntenkreis gut angekommen, trotz der Einsteiger-typischen Hefebehandlung 🙂

Ich zitiere gerne: “Die Nottingham Hefe wurde wie Fischfutter aufgestreut und hat ihren Dienst hervorragend verrichtet

Herrlich 😀

Das dunkle Böckchen

Böckchen Flasche EtikettSud Nummer zwei der beiden war dann das mir zugeschickte Böckchen. Hier haben sich JĂŒrgen und Axel bereits selber optimiert, was den Brauprozess an einigen Stellen vereinfachte.

Ein Beispiel ist die von nun an vorhandene LĂ€uterhexe, die beim ersten Sud noch fehlte. Das Ergebnis war dann plötzlich eine viel klarere WĂŒrze, was man auch an dem Bier sieht.

Der Plan der beiden war, das erste Bier noch einmal zu brauen, mit etwas dunklerem Charakter. Am Ende lag der Alkoholgehalt aber viel höher als gedacht, was durch die fast 14,7°P zustande gekommen ist.

Daher auch der Name: Unter 16°P, also kein Bock sondern eher ein Dunkles Böckchen. Sehr kreativ! 🙂

Als Brauanlage muss Omas guter Einkocher herhalten. Dazu dann ein paar Eimer, Braupaddel und eine GetreidemĂŒhle. Und seit neustem dann ein WĂŒrzekĂŒhler und die LĂ€uterhexe.

Es folgen nun ein paar Bilder vom Brautag.

Mahlen und Maischen

VorderwĂŒrze

WĂŒrzekochen

 

Die beiden haben sogar schon eigene Bierdeckel, super Idee!

Das Ergebnis

Böckchen shooting hoch

Böckchen seitlich

Schaumdecke

Böckchen im Licht

 

Hops Icon
Malt Icon
Fruit Icon
Sweet Icon
Sour Icon

Aussehen: Die Farbe ist Dunkelrot-Bernstein artig. Der Schaum haftet gut am Glas und ist auch recht lange stabil. Insgesamt ist er eher feinporig. Das Bier ist naturtrĂŒb.

Aroma: Aromatisch frisch und malzig sĂŒĂŸ. Karamellartige Noten. Keine Bierfehler und keine starke Alkoholnote erkennbar. Ein bekanntes Aroma habe ich wahrgenommen, welches ich erst nicht zuordnen konnte. Nach dem Lesen der Braudoku war es klar. Mandarina Bavaria, hatte ich ja erst vor kurzem selber gebraut 🙂

Geschmack: Antrunk ist leicht rezent und vollmundig. Das dunkle Böckchen hat ein weiches MundgefĂŒhl mit mittelmĂ€ĂŸiger Bittere. Im Geschmack ist eine ganz leichte Alkoholnote erkennbar. Eine leichte nachhĂ€ngende Bittere im Abgang ist spĂŒrbar.

Fazit

Böckchen im HintergrundDas dunkle Böckchen ist ein leckeres Bierchen, was bestimmt auch im FrĂŒhling und Sommer gut schmeckt.

Am meisten hat mich das Aroma ĂŒberzeugt. Sehr frisch und malzig sĂŒĂŸ. Der Mandarina Bavaria passt hier sehr gut zum Gesamteindruck. Laut Rezept wurde auch Hallertauer MittelfrĂŒh eingesetzt, allerdings zum Bittern. Daher ist von diesem leider nichts zu spĂŒren.

Geschmacklich finde ich das Bier auch gut! Die versehentlich zu hohe StammwĂŒrze tat dem Bier vielleicht ganz gut. Es ist jetzt etwas vollmundiger und schwerer.

Trotz dessen ist der Alkohol nur ganz leicht im Hintergrund wahrnehmbar, was mir persönlich ganz gut gefÀllt.

Einzig allein die Bittere hat mich etwas gestört. Sie ist im Geschmack zwar nicht aufdringlich und zu hoch, aber hÀngt mir zu lange nach.

Das kann mehrere Ursachen haben. Der MittelfrĂŒh hat wenig Alpha-SĂ€uren, daher die große Menge und somit viel GrĂŒnzeug. Vielleicht liegt es daran? Auch möglich wĂ€re eine Eiweißbittere. Oder eine fehlende / falsche Berechnung fĂŒr die Nachisomerisierung?

Wie auch immer, das lagert sich noch raus.

Allgemein bedanke ich mich bei JĂŒrgen und Axel fĂŒr die Teilnahme am Leserbier auf Malzknecht.

Das hĂ€tte auch euer 20. Bier sein können. FĂŒr das 2. Bier ist das ein 1A Ergebnis!

Weiter so!

Wer Interesset hat, der kann sich ja mal die Internetseite von der ARSCH Feinen Biermanufaktur anschauen. Alles sehr detailliert dokumentiert 🙂

Mache auch du mit!

Diese neue Beitragsreihe wird noch eine Weile laufen. Bei Interesse, lies einmal diesen Beitrag.

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Kommentare

Danke fĂŒr das Feedback und die Hinweise fĂŒr Verbesserungen. Ich finde das echt Klasse.