21.03.2022 | Hopfenanbau

Wer von euch hat meinen Hopfenanbau im letzten Jahr verfolgt? Es war mein erstes Jahr und somit auch das erste Jahr für den Hopfen.

Angebaut wurde der Hallertauer Tradition, der bei mir am Fuße der Gabionenwand eingepflanzt wurde. Begonnen hatte ich ca. im Mai mit einer Jungpflanze, die ich im Internet bestellt hatte.

Rückblick 2021

Zu Beginn dachte ich, dass es im letzten Jahr wohl noch nicht so gut ausgehen wird. Man sagt ja, dass Hopfen im ersten Jahr eine nicht so hohe Ausbeute hat.

Außerdem ist das Ranken an der Gabionenwand auch nicht optimal, da Hopfen die Höhe liebt.

Der Standort war aber schön sonnig und die Pflanze wurde regelmäßig gedüngt. Bereits nach einigen Wochen wuchs die Pflanze extrem schnell. Ich konnte fast beim Wachsen zuschauen.

Der Tradition ist direkt in die Erde gekommen. Er befindet sich also nicht in einem vergrabenen Topf oder irgendeine Absperrung, die verhindert, dass er sich im Garten breitmacht.

Warum? Ich habe mich auf diese Aussage verlassen: Hopfen wächst nur nach oben und nach unten. Demnach besteht gar keine Gefahr, dass er sich im ganzen Garten vermehrt.

2021 wuchs der Hopfen also trotz der Bedenken in meinen Augen sehr gut und sorgte für eine schöne grüne Gabionenwand. Am Ende habe ich sogar so viel Hopfen geerntet, dass ich damit 2-mal brauen kann.

Aus zeitlichen Gründen wurde der Hopfen getrocknet und dann anschließend luftdicht eingefroren.

Der Hopfen schläft in der Truhe

Schande auf mein Haupt! Ich habe den Hopfen tatsächlich noch nicht verwendet. Über die kalten Monate bin ich kaum zum Brauen gekommen und wenn, dann habe ich Rezepte gebraut, bei denen ich keinen Tradition im Bier haben wollte.

Mein kleiner Sohnemann ist inzwischen über 1 Jahr alt und ich verbringe viel Zeit mit ihm. Mit meiner Frau und meinem Sohn war ich viel unterwegs und habe die gemeinsamen Wochenenden genossen.

Z.B. besuchen wir gerne den Wald und der Kleine hat da schon richtig Spaß – möchte alles anfassen 🙂

Da musste das Brauen kürzertreten, was ich vollkommen OK finde. Man erlebt diese Zeit nur einmal mit dem Kind und Brauen kann ich, bis ich umfalle 🙂

Naja, demnächst wird es aber dann so weit sein. Dann kommt der Tradition an die Stelle, wo er hingehört. In die Pfanne!

Hopfenanbau 2022

Für 2022 habe ich erstmal keine weitere Hopfenpflanze geplant. Die Ernte hat trotz der nicht optimalen Bedingungen genug eingebracht und dieses Jahr wird’s bestimmt noch mehr.

Den Hopfenanbau betreibe ich nicht aus Kostengründen oder weil ich möglichst viel selbst anbauen will. Es soll Spaß machen und am Ende nicht so viel Arbeit bereiten.

Mehr Pflanzen = mehr Arbeit bei gleichem Ergebnis (zumind. bei mir.) Mehr Pflanzen machen mir glaube ich nicht automatisch mehr Spaß, sondern eher mehr Arbeit und dafür mehr Ertrag und eine größere Vielfalt.

Da ich keinen Wert auf mehr Ertrag und die größere Hopfenvielfalt lege, bin ich mit einer Pflanze überaus zufrieden.

Aber vielleicht ändert sich das irgendwann in der Zukunft mal.

In 2022 bleibt also alles beim Alten: Hallertauer Tradition, wuchert an der Gabionenwand hoch und ich werde im September wieder ernten 🙂

Soweit die Theorie. Vielleicht kommen aber auch wieder die ganzen Viecher an und machen mir einen Strich durch die Rechnung?! Wer weiß…

So geht’s 2022 los…

Bereits vor ein paar Wochen ging es dann schon los. Die ersten Triebe habe ich Ende Januar entdeckt.

Ich dachte mir, dass das vielleicht etwas zu früh sei 😉 Daher hatte ich kurzerhand etwas Erde angehäuft und den Hopfen wieder „vergraben“.

Inzwischen sind die neuen Triebe aber wieder durch die Erde geschossen und freuen sich über jeden Sonnentag.

Außerdem habe ich letzte Woche im 30cm Abstand rundum den Hopfen mit einem Spaten die Wurzeln zerstochen. Das soll angeblich reichen, um eine weitere Verbreitung des Hopfens zu unterbinden.

Das war’s fürs erste 🙂

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Kommentare

Hi Tobi,
mein wilder Hopfen hat auch schon Sprossen. Ich hoffe heuer kann ich mehr davon ernten!
VG, Attila

Hi Attila,

ich drücke dir die Daumen! Einen tollen wilden Hopfen hast du da 🙂

VG