08.11.2021 | Leserbier

Nachdem ich jetzt schon einige Wochen nichts mehr von mir hab hören lassen, folgt jetzt aber wieder ein neues Leserbier. Die aktuellen privaten Umstände haben mir einfach kaum Freizeit am Abend erlaubt, weshalb es jetzt einfach ein bisschen gedauert hat.

Das Leserbier #9 kommt von Atila, der mir ein Fläschchen seines Baltic Porters zukommen lassen hat.

Der Hobbybrauer

Attila ist 44 Jahre alt und kommt aus Zirc in Ungarn. Seit 10 Jahren aber lebt er in Niederösterreich, in Fels am Wagram, wo er damals wegen seiner Freundin hingezogen ist.

Falls jemand von euch mal zufällig in Ungarn westlich von Budapest unterwegs ist, der kann ja mal einen Abstecher nach Zirc machen. Dort gibt es eine alte Abtei Brauerei, die seit ein paar Jahren wieder den Braubetrieb aufgenommen hat.

Attila ist gelernter Tischler und hat Kultur Management studiert. Seit 8 Jahren entwickelt er beruflich Holzschmuck.

Hobbybrauer ist Attila erst seit Januar 2021, wobei er auch vorher schon immer mal brauen wollte. Das Brauerdasein scheint ihm auch im Blut zu liegen, denn seine Ur-Ur-Oma hatte damals auch schon regelmäßig Bier gebraut.

Das ist cool 🙂

Sein erster Sud ist wohl in die Hose gegangen, aber schon beim 2. Sud wurde es deutlich besser.

Der 3. Sud war dann ein Baltic Porter nach eigenem Rezept, welches er mir als Leserbier zukommen lassen hat.

Seine Brauanlage

Attila möchte zunächst mehr Erfahrung sammeln, bevor er sein Hobbybrauer Equipment weiter upgradet. Aktuell braut er mit einem Brauset von einem Internetshop, einem 20l Topf, zwei Erlenmeyer Kolben und einer Kochplatte.

 

 

Außerdem hat er den Luxus an heißen Tagen auf einen Weinkeller zurückzugreifen, damit sein Bier während der Gärung konstante Temperaturen behält.

Das hätte ich auch gerne 😉

Baltic Porter

Wie bereits erwähnt, hat Attila mir sein 3. Bier, ein Baltic Porter zukommen lassen.

Er selbst hat sich hier an einem typischen Baltic Porter orientiert und keine außergewöhnlichen Zutaten verwendet.

Gut, ein paar Orangen / Mandarinen-Schalen sind in die Pfanne geraten und außerdem hat er ein paar Haferflocken leicht angeröstet um ein nussiges Aroma zu erzeugen.

Das klingt für mich auf jeden Fall sehr spannend.

Meine Verkostung:

 

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Aussehen: Guter Schaum, mittelmäßig große Poren, haftet teilweise am Glas. Sehr dunkel bis schwarz. Sieht toll aus.

Aroma: Malzig, röstig, leicht süßlich, leichte Kaffee Note. Kein Fehlaroma.

Geschmack: Leicht rezent, weiches Mundgefühl, vollmundig, leichte Bittere die super eingebunden ist und nicht nachhängt. Sehr interessanter Geschmack!

Fazit: Ein klasse Bier ist dir gelungen! Es ist rundum perfekt. Hier habe ich auch keine Verbesserungsvorschläge, weil es meiner Meinung nach nichts zu verbessern gibt. Würde ich 1 zu 1 so nachbrauen. Großen Respekt!

Schlusswort

Danke für die Teilnahme am Leserbier und noch einmal Entschuldigung für die lange Wartezeit.

Für mich war es kaum begreiflich, dass dieses Porter erst dein 3. Bier ist, was du gebraut hast. Dafür ist das echt außerordentlich gut.

Wie oben bereits geschrieben, gibt’s daran nichts auszusetzen und es ist genau nach gleichem Rezept nachbraubar.

Ich wünsche dir noch viel Erfolg beim Brauen und eine tolle Zeit.

Tobi

 

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Kommentare

Danke für den interessanten Einblick! Sehr schön, was für eine kleine aber feine Anlage sich Attila da eingerichtet hat. Inklusive Wachstumspotenzial. 😉

Toll ! Schön habe ich diesen Blog gefunden, sehr lehrreich 🙂