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In 6 Schritten erkläre ich dir kurz und knapp die wichtigsten Aufgaben für dein erstes Bier. Damit du dein erstes selbstgebrautes Bier niemals vergisst :-)

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Heute geht’s zwar um Etiketten, aber mehr um die gestalterische Ebene – und zwar holen wir uns dabei Hilfe von einer künstlichen Intelligenz. Wir erstellen Etiketten durch KI! Viele von euch beschäftigen sich sehr viel mit Etiketten und ich bin […]


Heute geht’s zwar um Etiketten, aber mehr um die gestalterische Ebene – und zwar holen wir uns dabei Hilfe von einer künstlichen Intelligenz. Wir erstellen Etiketten durch KI!

Viele von euch beschäftigen sich sehr viel mit Etiketten und ich bin immer wieder begeistert, was für tolle Kreationen ihr für eure Biere erzeugt. In der Vergangenheit habe ich ja auch immer viel in Flaschen gefüllt und mich ausgiebig mit dem Thema Etiketten beschäftigt.

Lesetipp

Das Etiketten-Tutorial beschäftigt sich mit der Planung, dem Zeichnen und dem Auftragen von eigenen Etiketten.

KI und AI in aller Munde

Die künstliche Intelligenz (KI bzw. AI) stürmt als Thema immer häufiger unsere Medien. Neuste Fortschritte bei Sprachmodellen zeigen uns die große Macht und die Risiken dieser neuen Technologie auf.

Ich will hier gar nicht im Detail drauf eingehen und jeder hat seine eigene Meinung darüber. Aber da ich mich im Studium damals intensiv mit diesen Themen auseinander gesetzt habe, existiert bei mir immer noch ein großes Interesse für diese Technologie.

Etiketten durch KI

Im Internet gibt es ja schon viele Hobbybrauer, die diese Chatbots für die Erstellung von Rezepten nutzen und solche validieren lassen. Habe ich auch schon gemacht und die Ergebnisse sind interessant, vielleicht in Zukunft sogar einen eigenen Beitrag Wert.

Heute beschäftigen wir uns aber mit Etiketten, denn die KI kann auch malen. 🙂 Hier greift man in der Regel auf ein sog. Text-to-Image Modell zurück, bei dem du der KI beschreibst, wie das Bild auszusehen hat.

Hierdurch kannst du extravagante Etiketten basteln, die du sonst mit sehr großem Aufwand erzeugen müsstest.

Dabei hast du 2 Möglichkeiten:

  • Du greifst auf eine schon trainierte KI zurück
  • Du trainierst dir dein eigenes Modell

Am einfachsten ist es, schon ein vortrainiertes Modell zu verwenden. Das ist einfach und funktioniert häufig am besten. (Thema dieses Beitrags)

Selbsttrainierte Modelle sind dann gut, wenn du einen bestimmen Stil haben willst. Dann gibst du der KI einige Beispiele und die KI lernt dann das Muster und verwendet es auch für deine Etiketten.

Der Ablauf

  • Idee für Bild entwickeln
  • Bild kurz und knapp stichpunktartig beschreiben
  • KI Modell auswählen und ausprobieren
  • Erzeugtes Bild weiterverarbeiten, wie hier beschrieben

Überlege dir, wie das Etikett aussehen soll. Was ist im Vordergrund, wie beziehst du dich aufs Bier und wie sehen Hintergrund und Farben aus?

Dann muss alles stichpunktartig auf Englisch beschrieben werden, damit die KI versteht, wie das Bild aussehen soll.

Je nach Bild Stil, z.B. realistisch, gezeichnet, Manga oder Anime, … wählst du dann ein vortrainiertes Modell aus. Sobald du dein Bild hast, gehst du in die finale Bearbeitung deines Etiketts.

Das klingt alles aufwändig, ist aber durch die Hilfe der KI sehr schnell gemacht.

Eigenes Etikett durch KI in 3 Schritten

Natürlich kannst du dir jetzt viele Gedanken machen, wie das Etikett aussehen soll. Wenn du aber Inspiration suchst, nutze einfach wieder KI, denn Kreativität ist eine der Stärken der derzeitigen Sprachmodelle.

Schritt 1: Mit Chatbot zur Kreativität

Du musst dir nicht einmal Gedanken über das Etikett machen. Nutze einfach einen Chatbot für diese Aufgabe, z.B. ChatGPT. Du kannst auch einfach Bing Chat nutzen, denn die haben inzwischen auch ChatGPT integriert.

Schreibe einfach was du willst und natürlich Infos zum Rezept beilegen. Ich habe das Rezept Triticum Wormatia auf MMuM exportiert und ChatGPT mitgeliefert.

Wenn dir das nicht gefällt, fordere weitere Vorschläge oder sage, auf was sich der Bot fokussieren soll.

Sobald dir das Konzept gefällt, muss der Bot die Punkte kürzer formulieren, damit du einen Satz bilden kannst.

Schritt 2: Befehl für Bild-KI

Für die Bild-KI musst du das Bild auf eine bestimmte Art und Weise beschreiben, was du ChatGPT erstmal beibringen musst. Ist etwas aufwändiger und du kannst den Text (bzw. den sog. Prompt) auch selbst schreiben, was häufig schneller geht.

Das Erstellen des richtigen Prompts ist sehr wichtig und entscheidet zwischen gut und schlecht. Es klingt immer einfach, wenn man hört, dass die KI Bilder malt. Aber das Beschreiben des richtigen Kontexts ist eine Wissenschaft für sich, weshalb es sogar inzwischen den Job „Prompt Engineer“ gibt.

Nutze einfach die Stichpunkte von ChatGPT um einen Satz wie den im Bild zu formulieren und lasse ihn dir übersetzen.

Bei der Formulierung beginne immer mit dem Hauptobjekt und füge dann zusätzliche Infos hinzu. Je besser du es beschreibst, desto genauer (aber nicht unbedingt besser) kann das Ergebnis werden.

  1. Gute Beschreibung des Themas (genau, nicht nur 1-2 Wörter)
  2. Mit welchem Medium (z.B. Gezeichnet, Ölgemälde, 3D Render, Foto)
  3. Stil (z.B. Realistisch, Fantasy, ganzer Körper, nur Gesicht oder Portrait, …)
  4. Auflösung (z.B. sehr detailliert, wenig Details, …)
  5. Farbe (Farben des Bildes)
  6. Beleuchtung (z.B. Beleuchtung durch Kerzenschein, Fenster, .. Filmbeleuchtung, ..)

Das sind die Wichtigsten, aber du kannst z.B. noch Infos dazunehmen, wenn das Bild wie von einem bekannten Künstler aussehen soll. Auch kannst du zusätzliche Details, wie z.B. Schön, Hässlich, Sci-Fi, … hinzugeben. Schaue dir einfach ein paar Beispiele anderer Nutzer an.

Damit muss man etwas herumspielen und man kann ja erstmal klein anfangen und schauen, wie die KI deinen Wunsch versteht. Falls du auch hier auf KI zurückgreifen willst, kannst du einen Prompt-Generator verwenden. Meine Erfahrung damit ist aktuell aber eher durchwachsen.

Schritt 3: Bild-KI zeichnen lassen

Hier sind einige Bilder, welche die KI für mich gezeichnet hat.

Die Ergebnisse kannst du jetzt mit Inkscape und Gimp weiterverarbeiten.

Falls die KI irgendwas macht, was dich stört, dann kannst du auch einen sog. Negativ-Prompt definieren, also eine Beschreibung, was der Bot nicht machen soll. Z.B. habe ich durch „dog“ als negativ Prompt verhindert, dass die KI mir nach dem ersten Bild weitere Hundegesichter zeichnet 🙂

Du kannst die KI auch nutzen, um aus dem Bild ein ganzes Etikett zu machen, wie in meinem Beispiel unten. Aber Text und deine Rezept-Spezifika wird die KI nicht einbauen können. Noch nicht 🙂

Weitere Spielereien

Um euch die Vielseitigkeit dieser Bildgestaltung zu zeigen, habe ich ein paar weitere Prompts mit deren Ergebnisse hier aufgeführt.

Beim ersten gibt’s die direkte Aufforderung, das Bild an den Stil von Salvador Dali anzulehnen:

Salvador Dali-inspired surrealistic landscape where the banana is morphing into golden wheat malt waves under a dreamlike sky. Melting clocks, elongated shadows, and warped perspectives, with a level of hyperrealism and intricate details that make the image mind-bending, vivid colors, high resolution, and optical illusions.

Das nächste Beispiel ist etwas verspielter mit den Superhelden Banana Man und Wheat Malt Woman im Comic Stil :-):

A beer label showcasing Banana Man and Wheat Malt Woman as a superhero duo, in a classic Marvel Comics style, saving the city with their refreshing beer powers. Vibrant colors, dynamic poses, cityscape background, bold typography, and a touch of humor.

Und dann noch ein Beispiel, wie ihr Indiana Jones zwischen Riesenbananen auf euer Etikett zaubert:

A daring Indiana Jones-style adventure featuring a brave banana and wheat malt as they traverse a treacherous jungle in search of the ultimate beer recipe.

Ich denke das Prinzip ist klar. Viel Spaß beim Herumspielen (Achtung, macht Süchtig!)

Der richtige Text-to-Image Anbieter

Es gibt verschiedene Anbieter auf dem Markt, die alle ihre Vor- und Nachteile haben. Ich kenne diese hier:

Die ersten 3 sind kommerzielle Tools, die alle kostenpflichtige Accounts haben, durch die man mehr und schneller Bilder erzeugen kann und Zugang zu speziellen Features bekommt.

Leonardo.ai hat entgegengesetzt zu Midjourney und DALL-E eine kostenfreie Version, bei der ihr täglich ein neues Kontingent bekommt.

Stable Diffusion ist die Open Source Variante und vollständig kostenlos. Folgt ihr dem Link, kommt ihr zu einer vereinfachten Installation des doch sehr mächtigen Werkzeugs.

Theoretisch bekommt ihr auch mit Stable Diffusion hochwertige und absolut realistische Bilder hin, aber das Tool ist um Welten schwieriger zu bedienen, weil es einfach so komplex ist und du für jedes Bild andere Einstellungen brauchst.

Die Anbieter oben vereinfachen das teilweise deutlich und du kommst viel schneller zu deinem gewünschten Ergebnis.

Ich nutze übrigens Leonardo.ai

KI Hobbybrauer Anlagen

Für meine Unterstützer aus dem Patreon Programm gibt es einmal im Monat ein KI-generiertes Bild über Hobbybrauen von mir. Beim letzten Mal habe ich z.B. Hobbybrauer Anlagen angelernt und die KI seine eigene Variante erstellen lassen 🙂

Wenn dich das und auch die anderen exklusiven Inhalte interessieren, dann komm sehr gerne in mein Patreon Programm.

Fazit zu den Etiketten durch KI

Wenn Stephen Hawking noch leben würde, wäre er sicherlich besorgt über die rapiden Fortschritte in dieser Technologie. Es ist aber nicht mehr wegzudenken und wird unsere Zukunft (vielleicht schon sehr bald) stark beeinflussen. Ob das alles richtig und gut ist, weiß ich nicht und das gehört auch nicht hier her.

Wir können diese neue Technologie aber nutzen und zumindest einmal unser Hobby gestalterisch etwas auf das nächste Level heben. Die Ergebnisse der KI sind grandios und das Herumspielen mit den Werten und die immer neu erzeugten Bilder können süchtig machen.

Am Ende kannst du dir Etiketten zeichnen lassen, die du niemals hättest selbst so hinbekommen und das alles legal und (wenn man will) kostenlos.

Ich hoffe dir hat dieser etwas andere Beitrag gefallen.

Liebe Grüße,

Tobi


Patreon Programm von Tobi

Kommentare

Ich bin großer Fan von Banana Man^^.
Schon beeindruckend, was man mit KI mittlerweile erschaffen kann, gerade für gestalterisch unkreative Menschen wie mich genau das Richtige^^. Obwohl diese An- oder Übernahme durch die Technik natürlich auch kritisch zu sehen ist, aber das lassen wir mal dahingestellt.
Auf jeden Fall geile Etiketten, wenn ich mal Lust und Zeit habe, setz ich mich wohl auch mal dran.
Danke dir.

Hey Tobi,
Dankeschön für das Teilen der Informationen. Hab heute mein erstes Etikett entworfen und das ist richtig gut geworden. Sehr spannendes Thema!
Viele Grüße

Hey ihr beiden,
schön, dass euch das gefällt. Ist wirklich sehr spannend und man bekommt teilweise gar kein Ende. „Eins noch…“ … 🙂

Viel Spaß damit!
Tobi

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