Hohes Glas mit klarem goldenem Bier und Schaumkrone auf Holzplatte, dahinter der 9er Braukessel in einer Küche

Bier brauen in der Küche: Was du brauchst und worauf es ankommt

TLDR: Bier brauen in der Küche

Bier brauen in der Küche funktioniert sehr gut, wenn die Sudgröße zu deiner Küche passt. Bei mir sind das ca. 10 Liter Würze in ca. 3 Stunden. Mit Kochtopf und Küchensieb kannst du erst einmal reinschnuppern, auf Dauer brauchst du aber eine Anlage für die Küche. Außerdem gehören eine Abzugshaube mit Abluft nach draußen und die Absprache mit deiner Familie dazu.

Wer mit dem Bierbrauen anfangen will, der hat in der Regel erst einmal nur seine Küche und nichts anderes. Da kommt natürlich schnell die Frage: Kann ich das in der Küche machen?

Ich braue inzwischen seit gut 2 Jahren fast nur noch in der Küche und kann dir sagen: Das geht! In diesem Beitrag zeige ich dir, was du zum Bier brauen in der Küche brauchst und worauf du achten solltest.

Kann man Bier in der Küche brauen?

Bier brauen in der Küche klappt sehr gut, wenn die Sudgröße zur Küche passt und die Abzugshaube den Dampf nach draußen bringt. Ich braue dort in der Regel 10 Liter Würze in ca. 3 Stunden.

Meine große Anlage nutze ich nur noch ca. einmal im Jahr, wenn ich für Gäste viel Bier brauche. Sonst braue ich abends nach der Arbeit in der Küche, wenn die Kinder schlafen.

Das Schöne ist, dass es in der Küche viel schneller geht. Du stellst einfach den Topf auf den Herd und legst los. Aufbauen musst du nichts und nachher auch nichts wegräumen.

Gerade für Einsteiger mit nichts als einer Küche ist das ein guter Start. Aber auch Hobbybrauer mit einer Brauerei in der Garage können durch kleine Sude das Bierbrauen besser lernen und vor allem auch experimentieren.

Die Küche ist übrigens nur einer von mehreren Gründen, kleinere Mengen zu brauen. Auch wenig Platz oder weniger Bierdurst können ein Grund sein. Alles rund um kleine Sude findest du in meiner Rubrik Small Batch Brewing.

Was du schon im Küchenschrank hast

Bier brauen ohne Brauanlage geht, zumindest für einen ersten Probesud. Dafür reichen ein großer Kochtopf, ein Küchensieb, ein abgekochtes Küchentuch und ein Thermometer. Mit Kochtopf, Sieb und Küchentuch habe ich in der Küche auch angefangen.

Maische wird aus einem Edelstahltopf durch ein Sieb über einer Küchenspüle gegossen

Du nimmst das Küchensieb und filterst nach dem Maischen die Maische da durch in einen zweiten Topf. Ein Thermometer brauchst du auf jeden Fall, da du beim Maischen die Temperaturen der Rasten treffen musst.

Mit Topf und Sieb kann man in der Regel aber nur reinschnuppern. Für kurze Probesude oder um einfach mal auszutesten, wie Bierbrauen funktioniert, reicht es völlig.

Leider hast du mit normalen Küchentöpfen nur sehr kleine Mengen. Viele Töpfe haben 2, 3 oder vielleicht 5 Liter und das ist nichts 🙂 Beim Kochen brauchst du außerdem noch Platz nach oben, damit nichts überkocht.

Was mich am meisten genervt hat, waren die Rasten. Die kleinen Töpfe kühlen sehr schnell ab und du musst die ganze Zeit dabeibleiben und nachheizen. Die Temperatur kannst du so kaum richtig halten.

Außerdem kleckert das Umschöpfen und die Ausbeute ist eher mau. Auf die Werte kannst du dich bei weiteren Suden daher auch nicht verlassen.

Wer nur ein paar Liter testen will und einen Thermomix hat, der ist damit fast besser bedient. Wie das geht, zeige ich dir im Beitrag Bier brauen im Thermomix.

Wie viel Bier kommt aus dem Kochtopf?

Aus einem 10 Liter Topf bekommst du am Ende nur ca. 4-5 Liter Bier. Aus einem 5 Liter Topf ist es maximal nur 2 Liter, also gerade mal 3-4 Flaschen. Man wundert sich dann, wo das alles hingeht. Ist mir auch schon passiert 🙂

Die Topfgröße begrenzt nämlich die Menge, die du kochen kannst. Davon verdampft beim Würzekochen ein Teil und im Topf bleibt der Trub zurück. Im Gäreimer verlierst du dann noch einmal etwas durch den Hefesatz.

Tipp: Rechne deine Mengen vor dem ersten Sud einmal durch. Wichtig sind das größte Volumen beim Kochen, die Verdampfung, der Trub und der Verlust im Gärbehälter. Am besten lässt du das den kleinen Brauhelfer oder dein Lieblings-Tool ausrechnen.

Was du für den ersten Sud kaufen musst

Kaufen musst du für den ersten Sud eigentlich nur die Zutaten und ein paar Dinge zum Gären und Abfüllen. Den Rest hast du schon in der Küche.

Die kürzeste Einkaufsliste sieht so aus:

  • Malz, am besten schon geschrotet
  • Hopfen
  • Hefe
  • Gäreimer mit Deckel und Gärröhrchen
  • Bügelflaschen oder Flaschen mit Kronkorken
  • Desinfektionsmittel
  • Refraktometer zum Messen

Nimm für den Anfang ein einsteigerfreundliches Rezept mit wenig Rasten und Hopfengaben, z.B. ein einfaches Ale. Die Zutaten suchst du dir am besten bei Brauzutaten.de heraus. So musst du keine großen Säcke Malz kaufen, wenn du nur 10 Liter braust.

Beim Gäreimer solltest du darauf achten, dass er größer ist als deine Biermenge. Während der Gärung bildet sich oben nämlich ein dicker Schaum (die sog. Kräusen) und der braucht Platz. Der Eimer sollte daher ca. 20-30% mehr fassen als dein Bier (mehr dazu in meinem Gärbehälter Ratgeber).

Zum Abfüllen reichen Bügelflaschen oder normale Bierflaschen mit Kronkorken. Für Kronkorken brauchst du allerdings noch einen Verkorker. 10 Liter sind übrigens schon eine ganze Kiste Bier 🙂

Alternativ kannst du für den ersten Versuch auch ein Brauset kaufen. Da ist so gut wie alles drin und du brauchst nur noch einen großen Küchentopf. Bei vielen Sets bekommt man allerdings nur sehr kleine Mengen raus und sie sind eher als Geschenk gedacht.

Beutel, Korb oder Küchenbrauanlage?

Hast du auf das Umschöpfen mit Sieb und Tuch keine Lust mehr, dann ist ein Beutel oder ein Korb für deinen Topf der erste sinnvolle Kauf. Wer auf Dauer in der Küche brauen will, der braucht in meinen Augen aber eine für die Küche gebaute Anlage.

Beim Brauen im Beutel (englisch Brew in a Bag, kurz BIAB) hängt das Malz in einem Beutel im Topf. Nach dem Maischen ziehst du den Beutel einfach hoch und sparst dir das klassische Läutern.

Nach ein paar Suden mit Sieb und Tuch habe ich mir auch so einen Beutel gekauft. Einen ganz kleinen, den man hochziehen musste. Das war etwas blöd, da es natürlich heiß ist und kleckert.

Den Beutel musst du danach ja eine Weile festhalten, bis er abgetropft ist. Schwer ist das bei der Menge nicht, aber nervig. Hast du Pech, dann hast du die heiße Flüssigkeit in der Hand und der Beutel klebt auch noch, da er vorher in der Maische hing.

Mit einem Korb aus Edelstahl geht das viel einfacher. Er hängt nach dem Maischen oben im Topf in Haken und tropft von alleine ab. Den Nachguss gibst du dann einfach oben über den Treber.

Malzrohr mit Treber auf dem 9er Braukessel am Herd in der Küche, daneben Refraktometer und Thermometer auf der Arbeitsplatte

Wichtig ist, dass Korb und Topf genau zueinander passen. Warum das so ist, habe ich im Beitrag zum Malzkorb erklärt.

Klassisch läutern würde ich in der Küche übrigens nicht. Warum? Weil du dafür eine zweite Ebene brauchst und die vielleicht nicht mehr unter die Abzugshaube passt. Oder du stellst einen Topf auf den Boden und arbeitest mit Schläuchen. Dann tropft schnell mal was daneben.

TOBIS TIPP:

Küche ist gut, man kann da brauen. Aber man sollte das nicht so behandeln wie eine Brauerei, wo du nachher wischen musst. Wenn du das auf Dauer in der Küche machen willst, dann tropfst du am besten gar nicht auf den Boden und auch nicht auf die Arbeitsplatte. Damit ist dann auch die Familie nicht genervt von deiner Brauaktion.

Da mich das Umschöpfen und der Beutel irgendwann genervt haben, habe ich am Ende meine eigene Brauanlage für die Küche gebaut. Das ist der 9er, eine kompakte Küchenbrauanlage mit Korb und Neoprenmantel.

Wie alles angefangen hat, kannst du in Ich baue eine Brauanlage für die Küche nachlesen. Viele Leser wollten das Teil danach selbst haben, daher gibt’s den 9er inzwischen auch bei mir zu kaufen.

Der Neoprenmantel hält die Temperatur bei den Rasten sehr gut. Du maischt ein und kannst dann weggehen 🙂 Mehr als 10 Liter Ausschlagmenge gehen damit allerdings nicht.

Natürlich gibt’s auch andere Wege. Für den Anfang reicht ein großer Kochtopf mit Beutel. Ein Einkocher geht auch, der allerdings in der Regel für ca. 20 Liter gedacht ist. Da kommt die Abzugshaube schnell nicht mehr hinterher.

Möchtest du lieber einen Automaten, dann kannst du dir z.B. den Speidel Braumeister 10 anschauen. Den habe ich im Beitrag 9er vs. Speidel Braumeister 10 mit dem 9er verglichen.

Von einem Vollautomaten zum Einstieg halte ich allerdings nicht so viel. In meinen Augen solltest du erst einmal das Handwerk lernen. Das handwerkliche Bierbrauen steht seit 2020 sogar im bundesweiten Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes.

Was deine Küche können muss

Am wichtigsten ist eine vernünftige Abzugshaube mit Abluft nach draußen. Die ist Pflicht! Beim Würzekochen verdampft eine Menge Wasser und das muss raus aus der Küche.

Kochende Würze im Topf auf dem Induktionsherd in der Küche mit Sieblöffel und einer Schale Hopfenpellets daneben

Die Brüden, also die Dampfschwaden beim Kochen, müssen raus aus dem Haus! Mit einer Umluft Abzugshaube wird das nicht funktionieren.

Hast du keine Abzugshaube mit Abluft, dann kannst du dir eine mobile Herdplatte kaufen, die es schon sehr günstig gibt. Stell sie einfach in die Nähe vom Fenster und mach das Fenster auf, dann zieht der Dampf automatisch raus. Ein Balkon geht natürlich auch.

Wie viel Dampf entsteht, hängt stark von der Sudgröße ab. Das vergessen viele. Ich habe auch schon 20 Liter in der Küche gebraut, in einem 34 Liter Topf unter der Abzugshaube.

Je größer der Sud, desto mehr Wasser verdampft. Meine Abzugshaube kam da nicht mehr hinterher und hat getropft ohne Ende. Ich musste die ganze Zeit Lappen holen und das Wasser aufsaugen.

Mit 10 Liter Ausschlagmenge schafft meine Abzugshaube den Dampf so gerade. Es bilden sich zwar Tropfen, die tropfen aber noch nicht runter.

Wird der Dampf nicht abgezogen, dann hast du ihn im Haus und alles wird feucht. Tropft das Kondenswasser außerdem zurück in den Topf, dann kann sogar Dimethylsulfid (DMS) im Bier landen. Das schmeckt dann nach gekochtem Gemüse.

Gerüche sind dagegen nicht so schlimm. Den Geruch beim Einmaischen mögen ja viele und auch der Hopfen bleibt mit einer guten Abzugshaube nicht im Raum.

Laut ist es allerdings. Bei mir läuft die Haube abends ca. 1 Stunde auf voller Stufe. Wer Küche und Wohnzimmer in einem Raum hat, der kann in der Zeit schlecht TV gucken 🙂

Außerdem ist beim Kühlen die Spüle eine Weile blockiert. Die Spülmaschine räume ich vorher aus, damit nachher alles reinpasst. Bei manchen Spülmaschinen muss dafür sogar das Mittelfach raus.

Im Haushalt mit Kindern, wie bei mir, muss man natürlich noch einmal besonders aufmerksam sein und am besten gar nicht den Raum verlassen, während du maischt oder die Würze kochst.

Wichtig ist auf jeden Fall auch, den Brautag vorher zu planen. Wer zur Mittagszeit mit dem Brauen anfängt, der kann Ärger bekommen 😉

TOBIS TIPP:

Das Wichtigste ist, das mit der Familie einmal realistisch durchzusprechen. Erklär genau, wie das funktioniert und wie lange du die Küche blockierst. Je nach Anlage sind das immer noch 3 Stunden oder sogar länger. Eine Küche ist eben ein Gemeinschaftsraum, den auch deine Mitbewohner nutzen. Die müssen vielleicht sogar Spaß dran haben, dass du das machst. Wenn du dir da keine Mühe gibst und nachher klebt der Boden, dann verspielst du dir die Option auf die Küche nachhaltig.

Mein Brautag in der Küche

Mein Brautag in der Küche dauert für 10 Liter Würze ca. 3 Stunden und läuft mit dem 9er immer gleich ab. Das Abkühlen im Eisbad ist da nicht mitgerechnet, da es zwischendurch ohne mein Beisein läuft.

Mann misst mit einem Einstichthermometer die Maischetemperatur im 9er Braukessel auf dem Induktionsherd in der Küche

Der Ablauf sieht wie folgt aus:

  • Malz schroten oder fertig geschrotet bereitstellen
  • Topf auf die Küchenwaage stellen und 10-11 Liter Wasser einfüllen
  • Korb rein und mit dem Booster auf dem Herd aufheizen
  • Nach ca. 15 Minuten einmaischen
  • Nach 1 Stunde den Korb in die Haken hängen und abtropfen lassen
  • Ca. 4 Liter Nachguss in 2 Portionen drübergeben
  • 1 Stunde kochen, Hopfen in den Hop Spider (Hopfenfilter wie weiter oben im Bild)
  • Kühlen, absetzen lassen und in den Gäreimer kippen

Während der Rasten muss ich nicht danebenstehen. Nach einer halben Stunde schaue ich einmal rein und heize vielleicht etwas nach, wenn überhaupt. Wie ich so eine Kiste Bier in 3 Stunden braue, zeige ich dir ausführlich im Beitrag Eine Kiste Bier in 3 Stunden.

Den Nachguss mache ich parallel in einem zweiten Topf oder im Wasserkocher warm. Während der Korb abtropft, heize ich den Topf schon auf. Nehme ich den Korb raus, dann bin ich bereits bei 90-93°C und muss nur noch aufpassen, dass nichts überkocht.

Gekocht wird 1 Stunde. Den Hopfen gebe ich beim Kochen und im Whirlpool in einen Hopfenkorb, den sog. Hop Spider. Dadurch habe ich viel weniger Trub im Topf.

Abgekühlt wird im Eisbad in der Spüle. Der Topf kommt ins Eiswasser, bis die Würze unter 80°C ist. Dann lasse ich das Wasser ab und warte je nach Rezept für die Aromaextraktion. Danach lasse ich neues Wasser rein, gebe neues Eis dazu und bewege das Wasser hin und wieder.

Nach 2-3 Stunden bist du so bei 20°C Anstelltemperatur. Das dauert natürlich, wobei du aber nicht in der Küche bleiben musst. Willst du noch tiefer runter, dann geht das nur noch im Kühlschrank.

Mit meinem kleinen Eintauchkühler (also einer Kühlspirale) geht das viel schneller. Damit bin ich in ca. 1 Minute unter 80°C und nach 15-20 Minuten auf Anstelltemperatur. Für die Küche ist so ein Eintauchkühler mit Schläuchen aber nicht unbedingt etwas.

Beim Abkühlen steht die Würze ja eh lange rum. Dabei setzt sich alles unten ab, was ca. 30-60 Minuten dauert. Dann kippe ich sie über die Abtropfkante vom Topf in den Gäreimer. Das sind ca. 11 kg in der Hand, die man noch gut umschwenken kann.

Du kannst in der Küche übrigens auch einen Doppelsud machen. Für 20 Liter brauche ich auf der großen Anlage ca. 6 Stunden. In derselben Zeit braue ich in der Küche 2 Mal 10 Liter und habe dann sogar 2 verschiedene Biere 🙂

Gären und Abfüllen

Nach dem Anstellen kommt der Gäreimer mit Gärröhrchen an einen ruhigen Platz in der Wohnung. Obergärige Biere kannst du dort ganz bequem bei Zimmertemperatur vergären.

Die Hefe heizt das Bier während der Gärung allerdings selbst um mehrere Grad auf. Mit einer Gärführung, also einer geregelten Gärtemperatur, wird die Gärung daher natürlich noch etwas sauberer.

Mein Bier gärt in einem Gärschrank, also einem umgebauten kleinen Kühlschrank mit Temperatursteuerung. Wie ich den gebaut habe, zeige ich dir im Beitrag Gärschrank selbst bauen.

Wichtig ist, dass du nicht zu früh abfüllst! Erst wenn die Gärung durch ist, kommt das Bier mit etwas Zucker in die Flaschen. Dort startet dann die Nachgärung und das Bier bekommt seine Kohlensäure. Füllst du zu früh ab, dann baut sich in den Flaschen zu viel Druck auf.

Ob die Gärung durch ist, siehst du mit dem Refraktometer. Bleibt der Wert ein paar Tage gleich, dann kannst du abfüllen. Wie du richtig misst, zeige ich dir im Beitrag Stammwürze messen.

Reinigen und Desinfizieren

Das Reinigen ist mit dem 9er sehr einfach, da Topf, Hop Spider und Korb komplett in die Spülmaschine passen.

Wichtig: Erst reinigen, dann desinfizieren. Alles, was nach dem Kochen mit der kalten Würze in Kontakt kommt, musst du vorher desinfizieren, also z.B. den Gäreimer mit Gärröhrchen und später die Flaschen.

Fazit zum Küchenbrauen

Zum Reinschnuppern reichen Kochtopf und Sieb völlig. Auf Dauer macht das Bier brauen in der Küche aber erst mit einer passenden Küchenbrauanlage Spaß. Ich habe dafür den 9er gebaut, alles dazu findest du auf der 9er Seite.

Danke fürs Lesen und allzeit gut Sud,

Häufige Fragen

Welche Topfgröße brauche ich für den ersten Sud in der Küche?

Töpfe mit 2-5 Liter sind für mich nichts, da am Ende kaum Bier übrig bleibt. Aus einem 10 Liter Topf bekommst du ca. 4-5 Liter Bier, da Verdampfung und Trub noch abgehen. Nimm daher am besten den größten Topf, den du hast.

Reicht eine Umluft Abzugshaube zum Bierbrauen?

Eine Umluft Abzugshaube reicht in meinen Augen nicht, da der Dampf beim Würzekochen raus aus dem Haus muss. Ohne Abluft würde ich eine mobile Herdplatte ans offene Fenster oder auf den Balkon stellen.

Riecht die Wohnung beim Bierbrauen?

Mit einer guten Abzugshaube riecht es bei mir kaum, auch der Hopfen bleibt nicht im Raum. Den Geruch beim Einmaischen mögen viele sogar sehr gerne.

Wie kühle ich die Würze ohne Kühlspirale?

Ich stelle den Topf in der Spüle in ein Eisbad, bis die Würze unter 80°C ist. Dann wechsle ich das Wasser und gebe neues Eis dazu. Nach 2-3 Stunden bin ich so bei 20°C Anstelltemperatur.

Wie lange dauert ein Brautag in der Küche?

Mit meinem 9er brauche ich für 10 Liter Würze ca. 2,5-3 Stunden. Danach kühlt die Würze noch 2-3 Stunden im Eisbad ab, dafür musst du aber nicht in der Küche bleiben. Mit kleinen Töpfen ohne Isolierung stehst du dagegen die ganze Zeit daneben und heizt nach.

Muss ich das Bierbrauen zu Hause anmelden?

Seit 2025 musst du als Hobbybrauer nichts mehr beim Hauptzollamt anmelden, solange du unter 500 Liter Bier im Jahr bleibst. Diese 500 Liter sind außerdem steuerfrei. Alle Details habe ich im Beitrag zu Zoll und Steuern aufgeschrieben.

Autor

  • Tobias Meyknecht, Malzknecht

    Tobias Meyknecht ist der Gründer und Autor von Malzknecht, einem Blog für Hobbybrauer, die tiefer in die Kunst des Brauens eintauchen möchten. Mit über 10 Jahren Erfahrung im Bierbrauen konzentriert sich Tobias auf praktisches Handwerkswissen und experimentelle Brauverfahren.

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