26.09.2021 | Leserbier

Nach meiner diesjährigen Sommerpause, geht es direkt weiter mit einem Leserbier. Bereits vor einigen Wochen durfte ich das Treidelbräu probieren. Genaugenommen hat Niklas mir sogar 3 verschiedene Biere geschickt.

Der Hobbybrauer

Niklas, der unter dem Namen Treidelbräu braut, ist 20 Jahre alt und kommt aus Brandenburg (Eberswalde).

Seine Brötchen verdient er sich mit Software-Entwicklung und Webdesign. Natürlich hat man mit dem Hintergrund dann auch eine eigene Webseite 🙂 Schaut doch einfach mal rein: Treidelbräu.de

Außerdem ist er im Social Media auf Instagram unter Treidelbraeu aktiv.

Auf der Suche nach einer Alternative zum Alltag am PC, ist Niklas auf das Bierbrauen aufmerksam geworden.

Am liebsten mag Niklas die traditionellen Biersorten und alles, was an diese angelehnt sind. Das sieht man nicht zuletzt an der Bierauswahl, die er mir zukommen lassen hat: Ein Helles, ein Alt und Lager nach österreichischer Art. 🙂

Seine Brauanlage

Auch das Treidelbräu wird komplett handwerklich gebraut. Hier kommt ein 10 Liter Topf, ein Gastro-Eimer und eine 5 Liter Gärflasche zum regelmäßigen Einsatz.

„Natürlich alles mit Desinfektion, vorher wie nachher. Nach der Gärung desinfiziere ich leere Flaschen und fülle das Bier mit einem Biersiphon in die Flaschen. Nach getaner Arbeit wird die Küche gereinigt und eine Flasche Bier geöffnet.“

Natürlich läuft auch bei Niklas nicht alles von Anfang an perfekt, das ist ganz normal und ich freue mich, dass er so offen darüber redet.

Beim ersten Brauversuch hat er den Hopfen nicht gefiltert, was zu einem sehr bitteren Bier geführt hat. Das hat beim zweiten Mal auch noch nicht so richtig gut funktioniert, aber inzwischen hat er es im Griff!

Aus dieser Not heraus und auf der Suche nach einem klaren Bier, ist er auf die Filter-Methode eines Freundes gestoßen, die er an dieser Stelle gerne als Tipp weitergeben möchte:

„Ein Küchensieb verwenden, Malz erst mal grob vorfiltern. Danach ein Leinentuch auf das Sieb legen und restliche Malzreste rausfiltern. Das ganze 3-4 Mal wiederholen. Beim Hopfen direkt mit dem Leinentuch starten. So wird die Würze schön klar und es bildet sich im Gärgefäß weniger Bodensatz.“

Sein prägendes Erfolgserlebnis war dann ein kristallklares Bier, das perfekt gehopft und karbonisiert war!

Das Treidelbräu

Vom guten Treidelbräu habe ich direkt 3 verschiedene Sorten von Niklas erhalten. Den Anfang macht ein Wiener Lager, gefolgt von einem Altbier und als Drittes kam dann sein Helles in mein Glas.

Wiener Lagerbier

Das Wiener Lager basiert auf das Rezept, welches beim Sud Nr 1 gebraut wurde. Lediglich die Hefe wurde ausgetauscht.

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Aussehen: Sehr hellgelb, leichte Trübung, Schaum mittelmäßig große Poren, haftet kaum am Glas, Schaum fällt schnell ein

Aroma: Angenehmes dezentes kräuteriges Aroma, leicht süßliche Note, kein Fehlaroma,

Geschmack: Sehr rezent, alkoholische Note erkennbar, angenehme Bittere, die aber etwas nachhängt. Schön weiches Mundgefühl und eher vollmundig als trocken. Hopfen kaum wahrnehmbar.

Fazit: Das helle Lagerbier hat eine super tolle Farbe. Das Aroma ist stilecht und typisch für ein Lagerbier. Wenn mich nicht alles täuscht, dann wurde hier die W34/70 verwendet.

Geschmacklich ist das Bier schön anzufühlen, aber die Bittere könnte etwas weniger stark nachhängen. Ansonsten ein leckeres Standard Lager für Zwischendurch.

Altbier

Als nächstes habe ich dann das Altbier verkosten dürfen.

 

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Aussehen: Super Schaum, steht auch noch nach einigen Minuten im Glas. Haftet aber nicht so stark am Glas. Optisch top! Schöne dunkel-rote Farbe.

Aroma: Schönes malziges Aroma. Sehr Alt-typisches Aroma. Leicht süßlich. Kein Fehlaroma

Geschmack: Ganz leicht rezent, leichte Bittere, die gut eingebunden ist und nicht nachhängt. Eher trocken als vollmundig.

Fazit: Das Altbier überzeugt optisch und hat ein super und stiltypisches Aroma. Geschmacklich kommt es nur leicht bitter daher und ist leicht karbonisiert. Die durch das Aroma suggerierte Vollmundigkeit ist im Geschmack leider nicht wahrnehmbar, daher wirkt es etwas geschmacksneutral. Das macht es aber auch süffiger als ein Alt aus dem Handel 🙂

Helles

Zuletzt kam dann das Helle in mein Glas 🙂

 

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Aussehen: Sehr klar mit leichter Bernsteinfarbe. Der Schaum baut sich sehr schnell auf, fällt aber recht schnell zusammen und haftet kaum am Glas.

Aroma: Schönes süßliches Aroma. Das Aroma ist komplex, kräuterig aber auch leicht fruchtig. Kein Fehlaroma.

Geschmack: Mittelmäßig rezent. Weiches Mundgefühl und eher vollmundig. Die Bittere ist gut spürbar, aber nicht zu aufdringlich. Angenehmer Geschmack, der gut zum Aroma passt.

Fazit: Das Helle lässt sich sehr gut trinken und ist trotz der Vollmundigkeit recht süffig. Optisch hätte ich es etwas „heller“ erwartet 😉 aber lässt sich trotzdem gut anzuschauen. Einzig und allein der Schaum fällt sehr schnell ein, was ich schade finde.

Der Geschmack gefällt mir gut und es ist allgemein sehr gut gelungen.

Fazit

Erstmal danke für die Teilnahme beim Leserbier auf Malzknecht.de. Die Biere waren alle lecker und jedes hat seinen eigenen Charakter.

Die Liebe fürs Hobby, besonders beim Erstellen der Etiketten und beim Schreiben der Berichte auf der Webseite, ist wirklich spürbar.

Ich hoffe du hast noch lange Spaß am Bierbrauen und ich wünsche dir weiterhin gut Sud und viel Erfolg!

Tobi

 

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