25.10.2017 | Rezeptbewertung

Das Rezept

Color Beer Icon
Der Autor tauroplu hat auf der Plattform MMuM ein Rezept Schumacher Altbier Klon veröffentlicht, welches angeblich geschmacklich dem Schumacher Altbier ähnlich sein soll. Angepeilt wird eine Stammwürze von 13%, eine Bittere von 40 IBU und eine Farbe von ca. 40 EBC. Die Hefe sollte am Ende ca. 4,7% Alkohol erreichen.

Die Malzmischung aus 60% Münchener und 30% Wiener wird durch ca. 9% Caramünch II und ca. 1% Röstmalz Carafa spezial II verfeinert.

Das Carafa® spezial II wird direkt nach Beendigung der Maltoserast zugegeben. So schmeckt kein Röstaroma durch.

Gehopft wird mit Hallertauer Mittelfrüh und dem Tettnanger.

Mir persönlich ist das Klonen von Rezepten nicht wichtig. Wenn ich ein Industriebier haben möchte, dann kaufe ich es lieber. In der Regel braue ich Bier, um etwas Besseres als aus der Industrie zu schaffen, oder etwas Neues auszuprobieren. Das ist zumindest mein Ansporn 🙂

Abweichung vom Plan

Das Rezept für den Schumacher Altbier Klon gibt eine Gärtemperatur von 21°C an. Da es mein erstes Alt war und den üblichen Gärprozess eines Alts nicht kannte, habe ich dem Rezept blind vertraut. Es hat sich später im Forum herausgestellt, dass diese Temperatur nicht für ein Altbier geeignet ist, auch wenn der Hefehersteller etwas anderes angibt. Korrekt wäre eine Gärtemperatur bei ca 16°C.

Außerdem musste ich die Hefe durch die Wyeast #1007 austauschen, da die Brewfem TOP nicht verfügbar war. Daher habe ich eine Abweichung vom Rezept und vom Altbier als solches und bewerte hier somit nicht die Rezeptur, sondern nur mein Brauergebnis.

Das Resultat

Hops Icon
Malt Icon
Fruit Icon
Sweet Icon
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Mein Schumacher Altbier Klon schmeckt zwar nicht schlecht, ist aber auch nicht perfekt gelungen. Die Bittere ist nicht unbedingt abgerundet und allgemein zu markant. Etwas wenig Bitter oder einfach besser eingebunden täten dem Bier sehr gut. Es ist schön malzig, aber entgegen des Kommentars des Autors, schmeckt man doch leicht die Röstaromen heraus. (Trotz später Gabe nach der Maltoserast)

Ich hatte eine Reifezeit von 6 Wochen geplant und muss sagen, dass das Bier auch nach 3 Monaten noch besser wurde.

Das Bier hat sich gut geklärt und die Farbe ist auch im Rahmen dessen, was man für ein Alt erwartet.

Zusammenfassend ist das Bier gut geworden, aber nicht perfekt. Durch die Änderungen am Rezept kann ich somit nicht das Rezept beurteilen, sondern nur mein Ergebnis. Da es meinen Verkostern trotzdem gut geschmeckt hat, werde ich dieses Rezept noch einmal akribisch nach Rezeptur brauen und meine dann neuen Ergebnisse hier veröffentlichen.

 


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[…] doch einfach Mal das anfängerfreundliche Weizenbier-Rezept Triticum Wormatia oder aber den Schumacher Altbier Klon nachzubrauen. Bring dein Resultat einfach mit zur HeimBrau Convention und erhalte professionellen […]

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