17.08.2022 | Rezeptbewertung

Kupfer Alt titelbild

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Wow, was für ein Altbier! Lecker, süffig und einfach zu brauen. Das Kupfer Alt auf Maischemalzundmehr. Ein tolles Alt Rezept für Hobbybrauer. Ich habe es nachgebraut und zeige euch ein paar Tipps & Tricks, sowie alternative Hopfensorten!

Das Alt Rezept

Das Kupfer Alt findet ihr auf Maischemalzundmehr und es ist dort bereits seit 2014 gelistet. Der Autor ist kein geringerer als der Programmierer von MMuM höchstpersönlich, nämlich Muldengold.

Der Charakter des Kupfer Alts: 12% Stammwürze, 35 IBU, 30 EBC und 4,8 % vol. Alkohol.

Das Bier wird trotz der langen Rasten ausgewogen malzbetont.

Klingt doch sehr vielversprechend, oder?

Ich nutze seit einiger Zeit nur noch den Brewfather (**), da er mir in vielerlei Hinsicht gut gefällt. Aus Urhebergründen werde ich das Rezept dort natürlich nicht einfach veröffentlichen. Aber sobald ich auf Basis dieses Rezepts ein neues Rezept entworfen habe, erscheint es auch dort.

Die Schüttung und Maischen

Hauptbestandteil sind 74% Münchner Malz gepaart mit ca. 25% Pilsner Malz.

Altbier Schüttung

Für eine bessere und kupferartige Farbe kommen noch mal 1% Weizenfarbmalz hinzu. Falls du das nicht hast, kannst du auch ein anderes Farb- / Röstmalz verwenden, das ca. 800-1200 EBC hat.

Zum Beispiel:

  • Carafa 2
  • Carafa spezial 2

Wirf dann einfach noch eine Hand helles Weizenmalz hinterher, das hilft dann auch beim Schaum.

Das Maischen ist unkompliziert. Kurze Eiweißrast, 45 Minuten Maltose, 45 Minuten Verzuckerung.

2 Tipps zum Kupfer Alt:

  • Die Verzuckerungsrast 72°C kannst du auch schon eher beenden, wenn deine Würze Jodnormal ist. Ich habe nach 30 Minuten getestet und dann abgemaischt.
  • Spare dir die 10 Minuten bei 78°C. Die sind nicht nötig.

Würzekochen und Hopfen

Auch hier ist nichts sonderlich schwer und auch für Einsteiger geeignet.

Kupfer Alt Hopfengabe90 Minuten Würzekochen und eine Bittergabe mit Spalter Select für 70 Minuten.

Tipp: Du kannst das Bier ohne Probleme auch kürzer kochen. Bei einer Kochzeit von 60 Minuten musst du den Hopfen umrechnen und mehr geben. Alternativ kannst du auch nur 70 Minuten kochen und den Hopfen direkt zu Kochbeginn geben.

Am besten ist es dann, dass du 10% mehr Hopfen gibst, da durch die Hopfengabe vor Eiweißbruch ein Teil der Bitterstoffe verloren geht.


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Alternative Hopfen

Wenn du den Spalter Select nicht vorliegen hast, ihn nicht magst oder gerne deine Reste verwerten willst, dann kannst du ihn auch durch folgende Sorten ersetzen:

  • Tettnanger
  • Saazer
  • Spalter

Streng genommen wären diese 3 die besten Alternativen.

Aber da die Bitterhopfengabe sehr früh erfolgt und viele Aromen einfach verfliegen, kannst du quasi jede andere Sorte verwenden. Das wird dir vermutlich nicht großartig auffallen.

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Die Hefe beim Kupfer Alt

Das Kupfer Alt wird am Ende mit der Wyeast 1007 oder der 1338 vergoren. Das ist zumindest der Vorschlag von Muldengold.

Egal für welche Hefe du dich entscheidest:

Ein Alt muss Temperaturgeführt werden!

Nur weil ein Alt ein obergäriges Bier ist, heißt das nicht, dass man es wie ein Pale Ale oder Weizen behandeln darf. Abhängig von der Hefe, sollte man ein Alt in etwa bei konstanten 15-16°C vergären.

Sonst erhältst du nicht das typische Bierprofil, wie du es von einem Alt erwartest.

Mein Kupfer Alt

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Aussehen: Bernsteinfarbig bzw. Kupfer 🙂 Der Schaum baut sich gut auf und hält sehr lange an. Er ist feinporig und haftet gut am Glas.

Aroma: Das Aroma ist malzig frisch mit dezenter Hopfennote. Keine Fehlaromen und sonstige störende Faktoren.

Geschmack: Leicht rezent. Eher trocken als vollmundig, aber nicht zu trocken. Malzige Aromen steigen in die Nase auf. Die Bittere ist wahrnehmbar, aber nicht so stark. In meinen Augen passt die Kombination gut zusammen.

Fazit Kupfer Alt

Das Kupfer Alt von Muldengold ist ein sehr leckeres Bier. Es hat eine tolle Farbe, mit klasse malzigem Aroma und ist obendrein noch total süffig.

In meiner Familie ist es richtig gut angekommen, sodass ich das von nun an auch als neue Basis für solche Biere verwende.

Das Rezept ist einfach und im Prinzip auch für Einsteiger geeignet, allerdings sollte hier auf die Gärtemperatur geachtet werden.

Der Hopfen ist unkritisch und man kann ihn beliebig austauschen. Das Ergebnis wird sich dadurch kaum ändern.

Klare Empfehlung!

Tobi

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