21.10.2018 | Rezeptbewertung

Das Rezept

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Liebe Braugemeinde, für mein erstes Kölsch Rezept habe ich mir das Heicardo Hell I Rezept auf Maischemalzundmehr.de ausgesucht. Glaubt man den Kommentaren, handelt es sich um ein sehr leckeres Bierchen. Charakterisiert wird das Bier durch eine Stammwürze von 13%, eine Bittere von 25 IBU und einen angepeilten Alkoholgehalt von 5.2%.

frisches Kölsch (bzw. Wiess) mit einem Hauch Citrus-Aroma

Die Schüttung des Heicardo Hell besteht aus Pilsner Malz, Wiener Malz und hellem Weizenmalz, wobei letzteres wohl hauptsächlich wegen der Schaumverbesserung eingesetzt wird. Das Maischeprogramm ist wegen der Kombirast recht simpel. Zumindest wenn du einen entsprechenden Thermobehälter hast. Dass eine Kombirast in einer beheizten Pfanne und ohne Rührwerk schon sehr schwierig sein kann, habe ich schon selber erlebt und hier ausführlich beschrieben: Sierra Nevada Pale Ale Klon

Zum bittern kommt lediglich der Tradition Hopfen zum Einsatz, welcher insgesamt 50 Minuten kochen soll. In den Whirlpool wird nach Abkühlung auf unter 80°C noch eine Aromagabe bestehend aus Cascade gegeben, die dem Bier einen leichten Citrus Charakter verleihen soll. Die richtige Arbeit wird dann letztendlich durch die Danstar Nottingham, oder wahlweise der SAFALE K-97 verrichtet. Hier wird seitens des Autors zunächst die Notti favorisiert, jedoch in einem späteren Kommentar die K-97 empfohlen. Ich habe mich letztendlich für die Notti entschieden.

Wie du siehst, haben wir hier eine einfache Malzkombination, mit simpler Kombirast. Es gibt nur eine Bittergabe und eine Aromagabe zum Ende. Außerdem werden Hefen verwendet, die ein Hobbybrauer lange im Kühlschrank lagern kann, bzw. sowieso vorrätig hat. Ein sehr einfaches und wenig komplexes Rezept, wenn du mich fragst 🙂

Mein Heicardo Hell I Resultat

Reifezeit: 5-6 Wochen

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Aussehen: Das Kölsch ist sehr schön hell und klar. Der Schaum ist schön feinporig, mittelmäßig stabil und haftet entsprechend gut am Glas, wie man es bei einem Kölsch erwarten würde.

Geruch: Erster Eindruck: Es dominiert ein sehr süßes Aroma, was aber keineswegs wie eine Malzsüße daherkommt. Eher ist es eine fruchtige Eigenschaft, welche meiner Meinung nach gut zu dem Bier passt. Außerdem ist eine geringe grasige Note dabei. Die Kombination aus süße und der wirklich sehr dezenten grasigen Eigenschaft lässt mich an frischgepressten kalten Apfelsaft erinnern.

Geschmack: Der Antrunk beginnt leicht rezent und nicht aufdringlich. Das Heicardo Hell I ist zwar auch im Geschmack leicht süß, jedoch keineswegs so, wie es das Aroma angekündigt hat. Für mich gut aufeinander abgestimmt, denn alles andere wäre auch stiluntypisch. Auch ist das Bier schön schlank, was es sehr süffig macht. Ein leichter Hauch von Getreide und die geringe Bittere, die weder kratzig noch zu stark daherkommt, erhöht die Drinkability enorm 🙂

Leider ist mein Kölsch mit 13,5°P und einem sEVG der Notti von 77% etwas stärker als im Rezept angegeben, was aber keineswegs uneingebunden wirkt und zufälligerweise nun mal besser zur kommenden Winterzeit passt 🙂

Mein Wasser war wie folgt eingestellt:
Ca 86 Mg 4 Na 16 Cl 68 SO 55  -3,3°dH

Das Heicardo Hell I Kölsch ist mit seiner hohen Drinkability ein sehr gutes Bierchen für den Sommer und eignet sich auch ideal für Gäste, die selten Biere abseits des Pils-Pfades probieren. Die angenehme Süße und die geringe Bittere sorgen dafür, dass es auch sehr gut bei der Damenwelt ankommt. Ein großer Vorteil dieses Rezeptes ist der unkomplizierte Brautag und die Wahl der einfachen Rohstoffe. Dieses Rezept kann ich uneingeschränkt empfehlen. 🙂

Danke für’s Lesen dieser Bewertung. Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen. Gerne antworte ich auch auf Kommentare oder E-Mails. Bis zum nächsten Mal.

Willst du auch ein eigenes Etikett erstellen? Dann schaue dir mein Tutorial an: Tutorial 1
Du bist Einsteiger und möchtest erst einmal mit einem Rezept beginnen, dass auf jeden Fall gelingt? Dann schaue dir das Triticum Wormatia an: Rezeptbewertung Triticum Wormatia


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